SK Sturm Graz Fanpage

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Medienarchiv


 
04.07.2008 - Sturm und die Probleme eines Ausbildungsvereins
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27.06.2008 - Sturm-Sportdirektor Walter Hörmann kündigt
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23.06.2008 - Stahlbrücke für UPC-Arena montiert, neue Sturm Fansektoren: 9-13
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09.06.2008 - Sturm holt georgischen Verteidiger: Kandelaki
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17.04.2008 - Sturm Graz eröffnet neuen Fan-Shop und kleines Museum
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21.02.2008 - Sturm Fans müssen bei der Stadionkontrolle in Kärnten ihre Schuhe ausziehen!
Kleine Zeitung
 
18.02.2008 - Boykottiert der ORF den SK Sturm?
Grazer Woche
 
24.01.2008 - Prödl ab Sommer bei Werder Bremen
die Presse
 
19.12.2007 - Sturm neuer Tabellenführer!
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16.11.2007 - Osim -- Kampf ums Überleben
Orf
 
03.11.2007 - Foda trainiert SK Sturm weitere zwei Jahre
Orf
 
07.2007 - Marko Stankovic wechselt zu Sturm Graz
Orf
 
07.2007 - Sturm holt georgischen Teamspieler Schaschiaschwili
Orf
 
19.07.2007 - Kartnig aus U-Haft entlassen - Woher kommt die Kaution?
Sportnet.at
 
20.06.2007 - Osim und Neukirchner gehen in die Offensive
Orf
 
06.2007 - Hannes Kartnig legt Geständnis ab
Orf
 
06.2007 - Hannes Kartnig festgenommen
Orf
 
28.05.2007 - Kartnig: 2,9 Mio. in Casino verspielt
Orf
 
17.05.2007 - 30 Anzeigen und zwölf Festnahmen beim Grazer Derby
Kleine Zeitung
 
05.2007 - Kartnig soll 8,76 Mio. hinterzogen haben
Orf
 
06.05.2007 - Leitgeb und Salzburg sind sich einig
KleineZeitung
 
29.04.2007 - Hans Rinner "Mehr Juristerei als Sport"
KleineZeitung
 
26.04.2007 - Sturm akzeptiert Strafe
Sportnet
 
23.04.2007 - Sturm-Protest gegen Punkteabzug abgewiesen
Kleine Zeitung
Orf
 
21.04.2007 - Regentschaft von "Zar" Hannes Kartnig endete im Konkurs
KleineZeitung
 
16.04.2007 - Ab in die Hölle? Lautern an Foda interessiert
Sport1.at
 
15.04.2007 - Sturm-Boss rechnet fix mit Rückgabe der Punkte
Kleine Zeitung
 
14.04.2007 - Fusion von Sturm und GAK? "Dann brennt Graz!"
Sport1.at
 
13.04.2007 - Stronach will FC Graz
Orf
 
03.2007 - Rinner: "Kartnig war ein Zocker"
Orf
 
30.03.2007 - Auch Sturm will Punkte zurück
Orf
 
27.03.2007 - Unverständnis über Punkteabzug
Orf
 
26.03.2007 - Enormer Punkteabzug für Sturm und GAK
Orf
 
21.03.2007 - Sturm neu soll sogar Gewinn machen
Kleine Zeitung
 
08.03.2007 - Günther Neukirchner klagt offene Gehälter ein
Orf
 
20.02.2007 - Sturm klagt Kartnig
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25.01.2007 - Sturm bleibt der Bundesliga erhalten!!
Orf
Kleine Zeitung
VIDEO VON DER PRESSEKONFERENZ
 
19.01.2007 - Sturm holt Lamotte
Sportnet.at
 
19.01.2007 - Fünf Neue und ein "Ja" der Finanz
Kleine Zeitung
 
18.01.2007 - Rinner wird neuer Sturm-Präsident
Kurier
 
10.01.2007 - Fedl will nicht mehr "Präsident" sein
Orf
 
09.01.2007 - Sturm kämpft um Existenz
Orf
 
08.12.2006 - Gläubiger fordern über 11 Mio.
Orf
 
08.12.2006 - Er war und bleibt das Sturm-Idol
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07.12.2006 - Gernot Jurtin erliegt Krebsleiden
Orf
 
05.12.2006 - Haas zu Sturm?
Sport1.at
 
24.11.2006 - LAND SETZT HAFTUNG FÜR STURM AUS
Kleine Zeitung
 
23.11.2006 - Akte Kartnig: Die Mauern stürzen ein
Kleine Zeitung
 
07.11.2006 - Gnadenloser Wettlauf mit der Zeit im Konkursvefahren
Kleine Zeitung
 
03.11.2006 - An "Sturm neu" wird mit Vollgas gearbeitet
Kleine Zeitung
 
02.11.2006 - Aus und vorbei - Wechsel an der Spitze
Orf
 
02.11.2006 - Staatsanwalt ermittelt gegen Kartnig
Orf
 
02.11.2006 - Hannes Kartnig legt alle Funktionen zurück - Fedl neuer Präsident
Orf
 
02.11.2006 - Regentschaft von "Zar" Hannes Kartnig
Kleine Zeitung
 
29.10.2006 - Ich entscheide erst, ob ich zurücktrete
Orf
 
28.10.2006 - Der König lädt selbst zum Abschiedsmahl
KleineZeitung.at
 
27.10.2006 - Dospel über Sturm: "Team hat Charakter"
Orf
 
24.10.2006 - 60 Gläubiger: Flammender Appell vor Endspiel des SK Sturm
KleineZeitung.at
 
23.10.2006 - Investoren sollen Sturm retten
ORF.at
ORF.at (2)
 
22.10.2006 - Sturm stellt Konkursantrag
Die Presse.com
KleineZeitung.at (1)
KleineZeitung.at (2)
KleineZeitung.at (3)
DerStandard
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Krone.at
Kurier.at
Sport1.at
Orf.at - Chronologie einer Pleite

VIDEO VON DER PRESSEKONFERENZ
 
21.10.2006 - Sturm-Fans stürmen VIP-Bereich
KleineZeitung.at
VIDEO
 
19.10.2006 - Traditionsklub kämpft um Existenz
ORF.at
 
18.10.2006 - Konkurs oder Aufschub für SK Sturm?
ORF.at
 
16.10.2006 - Rettet Leitgeb Sturm vor Konkurs?
ORF.at
ORF.at (2) Sturm Stürmt nach vorne 2:0 gegen Rapid
 
09.09.2006 - Neukirchner beendet Karriere
Orf
 
04.09.2006 - Neueröffnung der Guabn
Kleine Zeitung
 
07.2006 - Helft Sturm!
Das Plakat
Fans sollen Überleben von SK Sturm sichern
 
05.07.2006 - Osim vereinbarte Ratenzahlung mit Sturm
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07.06.2006 - Sturm Graz installierte Foda als neuen Trainer
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25.05.2006 - Stronach laut Kartnig ab 2007 Sponsor von Sturm
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20.05.2006 - Polizei sichtet Material im "Wettfall Sturm"
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19.05.2006 - Petrovic verlässt Sturm in Richtung FC Kärnten
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26.04.2006 - Stronach - Kein Geld für den SK Sturm
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30.03.2006 - Sturm nach verlorenem Osim-Prozess vor Konkurs
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20.02.2006 - Grazer Stadion heißt ab sofort "UPC Arena"
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09.11.2005 - Sturm Graz need €2 million this season
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18.10.2005 - Sturm Graz im Wechselbad der Gefühle
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25.06.2005 - Sturm nach 5:0-Erfolg im UI-Cup weiter
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14.04.2005 - Sturm verkauft "Gruabn"
Presse
 
10.11.2004 - Kartnig fordert 980.00 Euro von Bundesliga
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20.08.2004- Charles Amoah fordert offene Gehälter von Sturm
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08.09.2003 - Petrovic neuer Sturm Trainer
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28.09.2003 - Kartnig friert 30 Prozent der Spielergehälter ein
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05.09.2003- Die Suche nach einem neuen Trainer beginnt
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04.09.2003 - 3 Millionen Euro erspart!
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01.09.2003 - Amoah wechselt zu Salzburg
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27.08.2003 - Sturm Graz gab Weber und Petrovic ab
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24.08.2003 - Ausschreitungen nach dem Spiel
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21.08.2003 - Osim klagt Kartnig
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20.08.2003 - Bei Sturm-Trainer Gress hat Masudi keine Zukunft mehr
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19.08.2003 - Kartnig verhängt Geldstrafe
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18.07.2003 - Testspiel : Sturm schlägt Stuttgart deutlich
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14.07.2003 - Filipovic unterschrieb Vertrag - Masudi trainiert mit
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10.07.2003 - "Man muss eine eigene Philosophie haben" - Franco Foda
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04.07.2003 - Herzog lehnt Kartnig-Angebot ab
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02.07.2003 - Neuer Tormann verpflichtet
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27.06.2003 - Herzog soll bei Sturm neuer Leitwolf werden
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22.06.2003 - Ziegler sagt Sturm ab !
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21.06.2003 - Fans rüsten gegen Brunmayr
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20.06.2003 - Thema Michi Wagner ist bei Sturm abgehakt
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15.06.2003 - Hoffmann wehrt sich !
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14.06.2003 - Ivica Vastic ist Austriane
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13.06.2003 - Imre Szabics wechselt zum VfB Stuttgart
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10.06.2003 - Kartnig plant Sturm AG
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04.06.2003 - Gilbert Gress neuer Trainer bei Sturm
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03.06.2003 - Austria oder Sturm ?
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15.05.2003 - Kartnig : "Ich will um Vastic ein neues, junges Team aufbauen"
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07.05.2003 - Szabics fristlos entlassen !
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29.04.2003 - Kartnig spricht von "frechen Ausländern"
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28.04.2003 - Sturm trennt sich von Keeper Daniel Hoffmann
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24.04.2003 - Schluss mit lustig
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29.11.2002- La Lazio non si ferma superato anche lo Sturm Graz
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28.11.2002- Lazio ringt Sturm nieder
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19.09.2002- Sturm lässt Osims Rücktritt vergessen
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13.08.2002- Ayegbeni double sinks Sturm - vs Haifa
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05.02.2002 - Haas wechselt zu JEF United
Orf.at
 
21.08.2001- Masudi signs for Sturm
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06.2001- Konzept: SK STURM Trainingszentrum Messendorf NEU
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13.03.2001- Man Utd outclass poor Graz
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07.03.2001- Valencia go nap in Graz
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07.03.2001- Valencia deklassiert Sturm Graz
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14.02.2001- Sturm squeeze past Panathinaikos
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02.2001 - Aufstellung: Sturm - Panathinaikos


Die technischen Daten und möglichen Aufstellungen zur Partie am dritten Spieltag der Zwischenrunde der Fußball-Champions League zwischen Sturm Graz und Panathinaikos Athen am Mittwoch:
SK Sturm Graz - Panathinaikos Athen
(Schwarzenegger-Stadion, 20:45
Uhr/live ORF 1, Schiedsrichter: Ryszard Wojcik/Polen):
Sturm: Sidorczuk - Neukirchner - Ibertsberger, Prilasnig - Schopp,
Schupp, Korsos, Fleurquin, Minavand - Vastic, Kocijan/Juran
Ersatz: Schicklgruber - Foda, Feldhofer, Hlinka, Strafner, Szabics,
Haas
Es fehlen: Mählich, Reinmayr, Martens, Milanic (alle verletzt),
Amoah (in Champions League nicht spielberechtigt)
Panathinaikos: Nikopolidis - Vokolos, Henriksen, Goumas, Olivares
- Koutsoures, Basinas, Sousa/Nasiopoulos, Karagounis - Liberopoulos,
Boateng
Ersatz: Kotsolis - Saric, Sigurdsson, Sypniewski, Kiassos, Kola,
Warzycha
Es fehlen: Fissas (gesperrt), Galetto, Chalkias (beide verletzt),
Olisadebe (in Champions League nicht spielberechtigt), Pflipsen
(nicht im Kader)
 

02.2001 - Sturm und Graz sind hungrig auf Erfolg


Am 6. Dezember 2000 beendete Manchester United mit dem 2:0-Sieg im Schwarzenegger-Stadion 
die tolle Heimserie des SK Sturm im Fußball-Europacup. Genau 70 Tage später wollen die Grazer am 
Mittwoch (20:45/live ORF1) gegen Panathinaikos Athen am dritten Spieltag der Champions 
League-Zwischenrunde in der Gruppe A den Beginn zu einer neuen Serie legen.
Der glanzvolle Gruppensieg in der Vorrunde mit den Erfolgen im Schwarzenegger-Stadion gegen 
Galatasaray Istanbul, AS Monaco und die Glasgow Rangers ist bereits wieder Geschichte. 
Nach den ersten Spieltagen mit den beiden 0:2-Niederlagen in Valencia und gegen ManU 
wartet Sturm in der Zwischenrunde noch auf den ersten Erfolg, gegen die Griechen soll es aber 
die Trendwende geben. "Es wird sehr schwer werden, aber wir haben eine Chance zu bestehen", 
meinte Sturm-Trainer Ivica Osim vor der Begegnung mit seinem Ex-Klub.
Der Kampf ums Leiberl
Auch wenn mit Charles Amoah der Rekord-Einkauf in der Champions League nicht spielberechtigt 
ist und Roman Mählich, Hannes Reinmayr und Jan Pieter Martens wegen Verletzungen noch passen 
müssen, im großen Kader der Grazer herrscht ein gewaltiger Kampf um einen Platz in der 
Standard-Formation. Durch die Einbürgerung von Kazimierz Sidorczuk, die am Dienstag über 
die Bühne ging, wurde bei Sturm aber das Problem der Nicht-EU-Ausländer und auch die 
Torhüterfrage gelöst.Die Qual der Wahl bei den Angreifern (Vastic, Kocijan, Juran, Haas, Sabics) 
kommentierte der Bosnier eher locker: "Ich kann sehr gut damit leben. Sie schlafen ja 
nicht bei mir zu Hause." Neben dem Konkurrenz-Kampf im Team vollzog sich aber auch 
ein "Generationswechsel" in der Abwehr, wo die langjährigen Stamm-Defensivkräfte Franco
 Foda, Darko Milanic und Ranko Popovic endgültig von Neuzugängen wie Robert Ibertsberger
 und Peter Hlinka oder umfunktionierten Verteidigern wie Günther Neukirchner oder Gilbert
Prilasnig abgelöst wurden.
"Wir leben vom Kollektiv... "
Sturms Qualitätsmerkmal soll aber auch mit verändertem Personal das spielerische Element 
des bisherigen Kombinations-Fußballs bleiben. "Wir leben vom Kollektiv und brauchen 
eine Mannschaft, die oft zusammen gespielt hat und eingespielt ist", will Osim 
bewährten Tugenden sehen.Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm voll im
 Meisterschaftsbetrieb, aber durch die jüngsten Niederlagen in der nationalen 
Punktejagd sieht Osim darin auch Probleme. "Sie haben jetzt in der Liga zweimal verloren 
und sind enttäuscht. Für sie liegt die Chance darin, in der Champions League 
weiterzukommen, das werden sie mit allen Mitteln versuchen. 
Das kann ein Nachteil für uns sein, aber auch ein Vorteil, weil sie unter Druck stehen", sagt Osim.
02.2001 - Sturms Jagd nach neuen Lorbeeren 


Gegen Panathinaikos soll an die Heimerfolge der Vorrunde angeknüpft werden.
Am 6. Dezember 2000 beendete Manchester United mit dem 2:0-Sieg im Schwarzenegger-Stadion die tolle Heimserie des SK Sturm im Fußball-Europacup. Genau 70 Tage später wollen die Grazer am Mittwoch (20:45/live ORF1) gegen Panathinaikos Athen am dritten Spieltag der Champions League-Zwischenrunde in der Gruppe A den Beginn zu einer neuen Serie legen.
Historische Erfolge. Der glanzvolle Gruppensieg in der Vorrunde mit den Erfolgen im Schwarzenegger-Stadion gegen Galatasaray Istanbul, AS Monaco und die Glasgow Rangers ist bereits wieder Geschichte. Nach den ersten Spieltagen mit den beiden 0:2-Niederlagen in Valencia und gegen ManU wartet Sturm in der Zwischenrunde noch auf den ersten Erfolg, gegen die Griechen soll es aber die Trendwende geben. "Es wird sehr schwer werden, aber wir haben eine Chance zu bestehen", meinte Sturm-Trainer Ivica Osim vor der Begegnung mit seinem Ex-Klub.
Rumpfteam. Auch wenn mit Charles Amoah der Rekord-Einkauf in der Champions League nicht spielberechtigt ist und Roman Mählich, Hannes Reinmayr und Jan Pieter Martens wegen Verletzungen noch passen müssen, im großen Kader der Grazer herrscht ein gewaltiger Kampf um einen Platz in der Standard-Formation. Durch die Einbürgerung von Kazimierz Sidorczuk, die am Dienstag über die Bühne ging, wurde bei Sturm aber das Problem der Nicht-EU-Ausländer und auch die Torhüterfrage gelöst.
Generationswechsel. Die Qual der Wahl bei den Angreifern (Vastic, Kocijan, Juran, Haas, Sabics) kommentierte Osim eher locker: "Ich kann sehr gut damit leben. Sie schlafen ja nicht bei mir zu Hause." Neben dem Konkurrenz-Kampf im Team vollzog sich aber auch ein "Generationswechsel" in der Abwehr, wo die langjährigen Stamm-Defensivkräfte Franco Foda, Darko Milanic und Ranko Popovic endgültig von Neuzugängen wie Robert Ibertsberger und Peter Hlinka oder umfunktionierten Verteidigern wie Günther Neukirchner oder Gilbert Prilasnig abgelöst wurden.
Athen unter Druck. Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm voll im Meisterschaftsbetrieb, aber durch die jüngsten Niederlagen in der nationalen Punktejagd sieht Osim darin auch Probleme. "Sie haben jetzt in der Liga zweimal verloren und sind enttäuscht. Für sie liegt die Chance darin, in der Champions League weiterzukommen, das werden sie mit allen Mitteln versuchen. Das kann ein Nachteil für uns sein, aber auch ein Vorteil, weil sie unter Druck stehen", sagt Osim.
 

02.2001 - Sturm Graz - Panathinaikos Athen technisch  


Die technischen Daten und möglichen Aufstellungen zur Partie am dritten Spieltag der Zwischenrunde der Fußball-Champions League zwischen Sturm Graz und Panathinaikos Athen am Mittwoch:
SK Sturm Graz - Panathinaikos Athen (Schwarzenegger-Stadion, 20:45 Uhr/live ORF 1, Schiedsrichter: Ryszard Wojcik/Polen):
Sturm: Sidorczuk - Neukirchner - Ibertsberger, Prilasnig - Schopp, Schupp, Korsos, Fleurquin, Minavand - Vastic, Kocijan/Juran
Ersatz: Schicklgruber - Foda, Feldhofer, Hlinka, Strafner, Szabics, Haas
Es fehlen: Mählich, Reinmayr, Martens, Milanic (alle verletzt), Amoah (in Champions League nicht spielberechtigt)
Panathinaikos: Nikopolidis - Vokolos, Henriksen, Goumas, Olivares - Koutsoures, Basinas, Sousa/Nasiopoulos, Karagounis - Liberopoulos, Boateng
Ersatz: Kotsolis - Saric, Sigurdsson, Sypniewski, Kiassos, Kola, Warzycha
Es fehlen: Fissas (gesperrt), Galetto, Chalkias (beide verletzt), Olisadebe (in Champions League nicht spielberechtigt), Pflipsen (nicht im Kader) 
 

02.2001 - Sturm Graz - Die Überheblichen  


Beide Spiele wollen sie gewinnen, die Kicker von Panathinaikos, und der Trainer der Griechen spuckt die gleichen Töne. Das geht uns allen gegen den Strich.
Wer immer auch in der Champions League nach Graz kam, gab sich bescheiden, selbst ein Alex Ferguson verhielt sich zurückhaltend, sprach von der schweren Aufgabe und wie man seinen Jubelausbrüchen entnehmen konnte, war der Sieg der Engländer im Schwarzenegger-Stadion keineswegs die "g'mahte Wies'n", die viele Fans vorher vermutet hatten.
Anders die Griechen. Die ärgern uns und erwecken allein mit ihren Aussagen Widerstand.
Natürlich drücken wir Sturm gegen jeden Gegner in der Champions League die Daumen und nur unverbesserliche Dummköpfe freuen sich über Niederlagen einer österreichischen Mannschaft.
Doch diese Auseinandersetzung geht uns unter die Haut. Angeber wie Panathinaikos lieben wir nicht sonderlich. Daher sollten uns die Grazer die Freude bereiten, den Griechen heute den Marsch zu blasen.
Und sie hier zu schlagen und womöglich beim Rückspiel auch. Das wäre Fußball-Weihnachten, Ostern und Urlaub zugleich.
 

02.2001 - Sturm Graz - Griechisches Theater, hohe Kunst


Panathinaikos steht immer unter Erfolgszwang. Osim kann Lied davon singen.
GRAZ (w. w.). Panathinaikos Athen, am Dienstag in den Mittagstunden in Graz gelandet, hat durchaus gute Erinnerungen an das Schwarzeneggerstadion. Immerhin gelang es dem griechischen Traditionsklub (1908 gegründet), Sturms Erzrivalen GAK im Herbst 1999 aus dem Uefa-Cup zu eliminieren. Zwar kassierte man damals in Graz eine knappe 1:2-Niederlage, im Rückspiel gelang dann allerdings ein glücklicher 1:0-Sieg. Dank Pflipsen-Elfer in der Nachspielzeit. Die Passivität der Rotjacken wurde damals in letzter Minute doch noch bestraft.
Die Griechen sind vor allem für Ivica Osim, der zwei Jahre lang bei Panathinaikos auf der Trainerbank gesessen ist, kein unbeschriebenes Blatt. In der Saison 92/93 holte er als Vizemeister den Cupsieg, ein Jahr später führte er das Athener Team noch einmal ins Pokalfinale. Aber noch vor dem Endspiel verließ er den Klub. "Es gab dort immer Theater, mir war das zu viel."
Auch diesmal rumort es ein wenig bei Panathinaikos. Denn bis Anfang Februar war man in der griechischen Meisterschaft ungeschlagen, ehe man gegen Panionios und Aris Saloniki jeweils mit 0:1 den kürzeren zog. Der Rückstand auf Spitzenreiter Olympiakos beträgt nun neun Punkte, Kritik an Trainer Angelos Anastasiadis wurde laut. Dabei hat man vor allem in der Champions League bisher eine tadellose Figur abgegeben. In der Vorrunde erreichte man gegen La Coruna daheim ein 1:1, gewann in Hamburg mit 1:0, feierte daheim gegen Juventus einen 3:1-Triumph, holte in der Zwischenrunde gegen Valencia in Athen immerhin ein 0:0.
Star der Mannschaft ist der polnische Torjäger Warzycha, dazu kommt Paulo Sousa. Pflipsen ist in Graz nicht dabei, Neuverpflichtung Emmanuel Olisabede, gebürtiger Nigerianer, polnischer Internationaler, ist nicht spielberechtigt.
 

02.2001 - Sturm Graz - Bewährte Kräfte sollen Bereitschaft zeigen


"Die Defensive war noch nie unser Trumpf"
Champions League. Sturm Graz will heute gegen Panathinaikos Athen (ORF 1, 20.45 Uhr) zum ersten Sieg in der Zwischenrunde stürmen. Tormann Sidorczuk seit gestern Österreicher.
GRAZ. "Jetzt haben wir die letzten Probleme ausgeräumt, einem Sieg gegen Panathinaikos kann daher nichts im Wege stehen!" Hannes Kartnig, der gewichtige Präsident, erst seit Sonntag wieder im Lande, ist also vor dem heutigen Heimspiel der Champions-League-Zwischenrunde optimistisch, daß seine Mannschaft wieder jene Heimstärke ausspielt, die Sturm überhaupt so weit gebracht hat in der Eliteliga. "Die Griechen müßten zu packen sein", meint Kartnig. "Es ist ganz klar, daß die nächsten beiden Spiele richtungsweisend sind. Gelingen uns zwei Siege, dann reden wir wieder mit. So schnell kann das gehen!"
Der Poker von Sturm Graz mit überzähligen Nicht-EU-Ausländern ist doch noch aufgegangen. Die Einbürgerung des polnischen Ex-Teamtormanns Kasimir Sidorczuk wurde gestern vom Ministerrat abgesegnet (siehe Seite 9), für die Bundesliga ist die Sache damit vom Tisch, weil der 32jährige bereits mit 31. Jänner (Transferschluß) als Österreicher gemeldet wurde. Auch in der Causa Ranko Popovic, Spaßmacher und bei den Fans hoch im Kurs, stehe man kurz vor einer Einigung. Der jugoslawische Manndecker, als Spieler gekündigt und abgemeldet, soll künftig als Scout für die Grazer arbeiten. Und obendrein eine finanzielle Abschlagszahlung erhalten.
Im letzten Augenblick, so könnte man sagen, ist bei den Steirern also wieder Ruhe eingekehrt. Für Trainer Ivica Osim geht es in erster Linie heute darum "zu zeigen, daß wir für Europa wieder bereit sind!" Die Akkus konnten in Belek und den Niederlanden aufgeladen werden. "Ich verlange gegen Athen nur, daß wir zeigen, daß wir nicht zufällig in der Zwischenrunde stehen. Wir haben schon bewiesen, daß wir zu Extra-Leistungen fähig sind. Aber nach einer Winterpause ist es immer schwierig, das Gelernte gleich umzusetzen. Trotzdem glaube ich, daß wir gegen Panathinaikos gewinnen können."
Der Trainer bejammert zwar seine dünne Defensiv-Decke (28 Gegentore in zwölf Vorbereitungsspielen), vertraut aber scheinbar seinen bewährten Kräften. Das Libero-Experiment mit Prilasnig hat er wieder fallengelassen, Neukirchner bleibt der Abwehrchef. Eine Botschaft, die auch Otto Baric gerne vernehmen wird. Das Debüt im Sturm-Dreß in der Champions League wird Robert Ibertsberger, im Herbst zu spät angemeldet, geben. Im Angriff stellt sich nur die Frage, wer neben Ivica Vastic für Tore sorgen wird? Juran, nach seiner schweren Gesichtsverletzung wiederhergestellt, aber bei Luftkämpfen noch zurückhaltend? Oder Kocijan, dem in der Vorbereitung ein eitriger Zehennagel zu schaffen machte?
Noch nicht am Damm sind hingegen Mählich, Reinmayr und Martens, die Defensiv-Arbeit im Mittelfeld werden Schupp, Korsos und Fleurquin verrichten müssen. Entscheidend, so Osim, könnten heute wieder die Flügelspieler, sprich Schopp und Minavand, sein. "Die Defensive war noch nie unser größter Trumpf", meint Markus Schopp. "Wir haben andere Qualitäten!"
Sturm: Sidorczuk; Neukirchner; Ibertsberger, Prilasnig; Schopp, Schupp, Korsos, Fleurquin, Minavand; Vastic, Kocijan/Juran. - Panathinaikos: Nikopolidis; Vokolos, Henriksen, Goumas, Olivares; Koutsoures, Basinas, Sousa/Nasiopoulos, Karagounis; Liberopoulos, Boateng. - Schwarzeneggerstadion, 20.45 (live ORF 1), Ryszard Wojcik (Pol).
 

02.2001 - Sturm Graz - Sturms Riesen-Kader soll vor Ausfällen schützen


Graz (APA) - Sturm Graz geht mit einem Riesen-Kader in die Fußball -Frühjahrssaison. Heimkehrer Mario Haas wurde bei der UEFA für die Champions League-Zwischenrunde mit Trikot-Nummer 31 registriert. Allein schon das zeigt, welches Gedränge im Aufgebot von Sturm Graz herrscht. "Viele Spieler zu haben kann gefährlich sein. Aber es ist sicher besser, als zu wenige zu haben", meint Sturm-Trainer Ivica Osim.
 

02.2001 - Sturm Graz - Ranko Popovic:"Bin ich ein schlechterer Mensch?"


Graz - Ranko Popovic wird heute Abend ins Arnold-Schwarzenegger-Stadion gehen und sich das Champions-League-Match gegen Panathinaikos Athen (20.45, ORF 1) anschauen. Daheim vor dem Fernseher zu sitzen, sagt Popovic, würde ihn zu viele Nerven kosten, er brauche die Stadionatmosphäre, die Gesänge der Zuschauer, die Welle, den Konfettiregen.
Im Herbst 1997 ist der Jugoslawe Popovic zu Sturm Graz gekommen. Ein Jahr später wurde Sturm zum ersten Mal Meister, noch ein Jahr später holte Sturm das erste Double. Das muss nun nicht, kann aber durchaus in einem kausalen Zusammenhang stehen. Nebenbei absolviert Sturm Graz gerade die dritte Saison in der Champions League, gerade da hat sich Popovic ein ums andere Mal verdient gemacht. Ist er verletzungsbedingt ausgefallen, hat Trainer Ivica Osim noch jedesmal davon gesprochen, "unser wichtigster, unser einziger gelernter Verteidiger" würde fehlen.
Heute fehlt Popovic auch. Sturm Graz hat ihn nach der Winterpause nicht mehr an-, also de facto abgemeldet. Zu viele Nicht-EU-Ausländer sind verpflichtet worden, also erwischte es Popovic, der ist 33, außerdem läuft sein Vertrag im Sommer aus. Jetzt wird ums Geld gestritten, wodurch laut Popovic der wichtigste Aspekt in den Hintergrund rückt. "Ich kann einige Monate lang nicht spielen. Mein Wert ist jetzt ein ganz anderer als noch im Dezember, nach dem Match gegen Manchester United." Im Sommer wird sich Popovic einen neuen, anderen Klub suchen, im In- oder im Ausland.
Gelesen, gehört
Er sei zu alt, sei zu langsam, hat der Klubpräsident gesagt, Popovic hat es in der Zeitung gelesen. In den Ohren hat er noch, wie Osim sagte, bei einem Verteidiger komme es nicht primär auf die Schnelligkeit an. Osim: "Wichtig ist, wo und wie ein Verteidiger läuft. Er muss zwischen Stürmer und Tor sein, und das ist nicht eine Frage seiner Geschwindigkeit." Popovic: "Es ist eine Frage des Kopfs. Fußball ist nicht nur Sprint und Athletik, Fußball ist auch ein Denksport. Wir kommen schließlich nicht alle als Carl Lewis auf die Welt."
Von einer ungerechten Situation spricht Ranko Popovic nicht, "ungerecht sagt viel zu wenig aus". Für ihn ist die Unterscheidung in EU- und Nicht-EU-Bürger ein prinzipielles Unrecht. "Ich verstehe nicht, wieso ich Nachteile habe. Wenn ich einen anderen Pass habe, bin ich dann ein schlechterer Mensch?" Er will nicht Schuld zuweisen, sieht Sturm Graz als Triumvirat Trainer/Präsident/Manager, "da gibt es nicht kalt und warm. Da gibt es nicht einen Guten und einen Bösen." Am Montag saßen Popovic und Kartnig zusammen, die Atmosphäre war nicht schlecht, geeinigt hat man sich nicht. Am Donnerstag gibt's das nächste Treffen, Popovic nimmt seinen Anwalt mit. "Es gibt zwei verschiedene Mathematiken, jeder glaubt, dass seine Mathematik richtig ist."
Popovic ist verheiratet, hat zwei Töchter, eine sieben Jahre alt, eine bald zwei. Die Familie hat darüber nachgedacht, in Graz sesshaft zu werden, jetzt wird sie wieder nachdenken. Popovic hofft, vielleicht weiter mit seinen Sturm-Kollegen trainieren zu können, ansonsten wird er sich privat fit halten. Und, wie er meint, Sturm-Fan bleiben, sich an schöne Zeiten erinnern. Ranko Popovic sagt: "Meine ganze Karriere haben sie infrage gestellt. Dabei will ich nur Fußball spielen."
 

02.2001 - Sturm Graz - Sidorczuk ist Österreicher 


Riess-Passer: "Spezielles Interesse" an Einbürgerung.
Sturm-Graz-Torhüter Kazimierz Sidorczuk ist heute, Dienstag, vom Ministerrat eingebürgert worden. Damit ist der aus Polen stammende Keeper im morgigen Champions-League-Heimspiel gegen Panathinaikos einsatzberechtigt. Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) meinte im Pressefoyer, im Fall Sidorczuk habe das für die Einbürgerung notwendige spezielle Interesse darin bestanden, dass sich der österreichische Fußball auf internationaler Ebene bewähren könne. Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) betonte, dass aus seiner Sicht die Einbürgerung "absolut gerechtfertigt" gewesen sei.
Die Einbürgerung Sidorczuks war notwendig geworden, weil in Österreich nur fünf Spieler aus Nicht-EU-Staaten angemeldet werden dürfen. Sturm hatte dieses Kontingent jedoch in der Winterpause durch die Verpflichtung des Ghanaers Charles Amoah sowie des Slowaken Peter Hlinka überzogen. Nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Jugoslawien Ranko Popovic und der Einbürgerung von Sidorczuk ist das Aufgebot an Nicht-EU-Ausländern wieder auf fünf Mann 
 

02.2001 - Sturm Graz - Kazimierz Sidorczuk ist plötzlich Austro-Pole


Wien - Sturm-Graz-Torhüter Kazimierz Sidorczuk ist am Dienstag vom Ministerrat eingebürgert worden. Damit ist der aus Polen stammende Keeper im morgigen Champions-League-Heimspiel gegen Panathinaikos einsatzberechtigt. Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) meinte im Pressefoyer, im Fall Sidorczuk habe das für die Einbürgerung notwendige spezielle Interesse darin bestanden, dass sich der österreichische Fußball auf internationaler Ebene bewähren könne. Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) betonte, dass aus seiner Sicht die Einbürgerung "absolut gerechtfertigt" gewesen sei.
Die Einbürgerung Sidorczuks war notwendig geworden, weil in Österreich nur fünf Spieler aus Nicht-EU-Staaten angemeldet werden dürfen. Sturm hatte dieses Kontingent jedoch in der Winterpause durch die Verpflichtung des Ghanaers Charles Amoah sowie des Slowaken Peter Hlinka überzogen. Nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Jugoslawen Ranko Popovic und der Einbürgerung von Sidorczuk ist das Aufgebot an Nicht-EU-Ausländern wieder auf fünf Mann zusammengeschrumpft.
Erleichterung
Noch am Dienstag Nachmittag erhielt der ehemalige polnische Team-Keeper von Landesrat Gerhard Hirschmann die Urkunde, der Reisepass soll am Donnerstag folgen. "Durch das Warten war es eine schwere Zeit für mich, aber ich war nicht sehr nervös. Machen konnte ich ohnehin nichts, also bin ich ruhig geblieben", ließ Sidorczuk die Phase der Unsicherheit Revue passieren. "Als mich Manager Heinz Schilcher Dienstagmittag angerufen hat und gesagt hat, dass alles okay ist, war ich aber schon erleichtert", gestand der Doppel-Staatsbürger, der auch seinen polnischen Pass behält. "Trotzdem trinke ich keinen Champagner, damit warte ich noch bis nach dem Spiel", meinte Sidorczuk.
Vor Beginn der Frühjahrsaison 1997 war Sidorczuk in die Steiermark gekommen und bis auf die vorige Saison, in der er wegen Verletzungen nur selten zum Einsatz gekommen war, eigentlich unumstritten die Nummer eins der Grazer gewesen. Auch im laufenden Spieljahr machten ihm Muskelprobleme im rechten Oberschenkel so zu schaffen, dass er manchmal nur mit dem linken Fuß ausschießen konnte, nicht zuletzt in der Champions League ließ sich "Kasi" oft fit spritzen.
"Ich glaube, ich bin in Form"
"Jetzt geht es im Training aber wieder ganz gut und ich kann auch mit rechts wieder ausschießen. Ich glaube, ich bin in Form und kann der Mannschaft helfen. Mein Ziel ist es ein halbes Jahr verletzungsfrei zu bleiben", blickt Sidorczuk in die Zukunft. "Wir haben in der Meisterschaft schon viele Punkte verschenkt. Normalerweise waren wir immer vorne mit dabei, jetzt wurde viel investiert und wir möchten auch nächstes Jahr wieder mit in Europa dabei sein. Dazu gibt es aber auch den Cup als Möglichkeit. Wenn wir in der Champions League auch noch einige Punkte machen, wäre das sehr korrekt."
 

02.2001 - Sturm Graz - Hoch gepokert und gewonnen


Im heutigen Ministerrat in Wien wurde heute auch über den SK Sturm gesprochen. Der Antrag auf Einbürgerung des polnischen Torhüters Kazimierz Sidorczuk wurde positiv erledigt: Der Pole ist seit heute Österreicher und dürfte damit morgen in der Champions League spielen.
Sturm hat hoch gepokert und gewonnen: Der 34-jährige Sturm-Torhüter Kazimierz Sidorczuk hat vom Ministerrat die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.
"Kein Champagner"
"Als mich Manager Heinz Schilcher am Nachmittag angerufen hat und gesagt hat, dass alles okay ist, war ich schon erleichtert", gestand der Doppel-Staatsbürger, der auch seinen polnischen Pass behält. "Trotzdem trinke ich keinen Champagner, damit warte ich noch bis nach dem Spiel."
 

02.2001 - Sturm Graz - Fußball: Sidorczuk vom Ministerrat eingebürgert


Wien (APA) - Sturm-Graz-Torhüter Kazimierz Sidorczuk ist am Dienstag vom Ministerrat eingebürgert worden. Damit ist der aus Polen stammende Keeper im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch gegen Panathinaikos einsatzberechtigt. Vizekanzlerin Riess-Passer meinte im Pressefoyer, im Fall Sidorczuk habe das für die Einbürgerung notwendige spezielle Interesse darin bestanden, dass sich der österreichische Fußball auf internationaler Ebene bewähren könne. Auch Bundeskanzler Schüssel betonte, dass aus seiner Sicht die Einbürgerung "absolut gerechtfertigt" gewesen sei.
 

02.2001 - Sturm Graz - Puntigamer Sturm will gegen Panathinaikos an Heimerfolge der Vorrunde anknüpfen


Am 6. Dezember 2000 beendete Manchester United mit dem 2:0-Sieg im Arnold Schwarzenegger-Stadion die tolle Heimserie des SK Puntigamer Sturm Graz (im Bild Trainer Osim und Präsident Kartnig) im Europacup. Genau 70 Tage später wollen die Grazer am Mittwoch (20:45, live in ORF1) gegen Panathinaikos Athen am dritten Spieltag der Champions League-Zwischenrunde in der Gruppe A den Beginn zu einer neuen Serie legen. Der glanzvolle Gruppensieg in der Vorrunde mit den Erfolgen im Schwarzenegger-Stadion gegen Galatasaray Istanbul, AS Monaco und die Glasgow Rangers ist bereits Geschichte. Nach den ersten Spieltagen mit den beiden 0:2-Niederlagen in Valencia und gegen ManU wartet Puntigamer Sturm in der Zwischenrunde noch auf den ersten Erfolg, gegen die Griechen soll es aber die Trendwende geben. „Es wird sehr schwer werden, aber wir haben eine Chance zu bestehen“, meinte Sturm-Trainer Ivica Osim vor der Begegnung mit seinem Ex-Klub.
Auch wenn mit Charles Amoah der Rekord-Einkauf in der Champions League nicht spielberechtigt ist und Roman Mählich, Hannes Reinmayr und Jan Pieter Martens wegen Verletzungen noch passen müssen, im großen Kader der Grazer herrscht ein gewaltiger Kampf um einen Platz in der Standard-Formation. Durch die Einbürgerung von Kazimierz Sidorczuk, die am Dienstag über die Bühne ging, wurde bei Sturm aber das Problem der Nicht-EU-Ausländer und auch die Torhüterfrage gelöst.
Die Qual der Wahl bei den Angreifern (Vastic, Kocijan, Juran, Haas, Sabics) kommentierte der Bosnier eher locker: „Ich kann sehr gut damit leben. Sie schlafen ja nicht bei mir zu Hause.“ Neben dem Konkurrenz-Kampf im Team vollzog sich aber auch ein „Generationswechsel“ in der Abwehr, wo die langjährigen Stamm-Defensivkräfte Franco Foda, Darko Milanic und Ranko Popovic endgültig von Neuzugängen wie Robert Ibertsberger und Peter Hlinka oder umfunktionierten Verteidigern wie Günther Neukirchner oder Gilbert Prilasnig abgelöst wurden.
Sturms Qualitätsmerkmal soll aber auch mit verändertem Personal das spielerische Element des bisherigen Kombinations-Fußballs bleiben. „Wir leben vom Kollektiv und brauchen eine Mannschaft, die oft zusammen gespielt hat und eingespielt ist“, will Osim bewährten Tugenden sehen.
Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm voll im Meisterschaftsbetrieb, aber durch die jüngsten Niederlagen in der nationalen Punktejagd sieht Osim darin auch Probleme. „Sie haben jetzt in der Liga zweimal verloren und sind enttäuscht. Für sie liegt die Chance darin, in der Champions League weiterzukommen, das werden sie mit allen Mitteln versuchen. Das kann ein Nachteil für uns sein, aber auch ein Vorteil, weil sie unter Druck stehen“, sagt Osim.
Die technischen Daten und möglichen Aufstellungen zur Partie am dritten Spieltag der Zwischenrunde der UEFA-Champions League zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und Panathinaikos Athen am Mittwoch:
SK Puntigamer Sturm Graz - Panathinaikos Athen
Schwarzenegger-Stadion, 20:45 Uhr/live ORF 1, Schiedsrichter: Ryszard Wojcik/Polen
 

02.2001 - Sturm Graz - "Es wird sehr schwer werden, aber wir haben eine Chance zu bestehen."


Der glanzvolle Gruppensieg in der Vorrunde mit den Erfolgen im Schwarzenegger-Stadion gegen Galatasaray Istanbul, AS Monaco und die Glasgow Rangers ist bereits wieder Geschichte.
Es wird ein enges Spiel
Nach den ersten Spieltagen mit den beiden 0:2-Niederlagen in Valencia und gegen ManU wartet Sturm in der Zwischenrunde noch auf den ersten Erfolg, gegen die Griechen soll es aber die Trendwende geben.
"Es wird sehr schwer werden, aber wir haben eine Chance zu bestehen", meinte Sturm-Trainer Ivica Osim vor der Begegnung mit seinem Ex-Klub.
Konkurrenzkampf nimmt zu
Auch wenn mit Charles Amoah der Rekordeinkauf in der Champions League nicht spielberechtigt ist und Roman Mählich, Hannes Reinmayr und Jan Pieter Martens wegen Verletzungen noch passen müssen, herrscht im großen Kader der Grazer ein gewaltiger Kampf um einen Platz in der Standard-Formation.
Durch die Einbürgerung von Kazimierz Sidorczuk, die am Dienstag über die Bühne ging, wurde bei Sturm aber das Problem der Nicht-EU-Ausländer und auch die Torhüterfrage gelöst.
Viele Stürmer, junge Verteidiger
Die Qual der Wahl bei den Angreifern (Vastic, Kocijan, Juran, Haas, Sabics) kommentierte der Bosnier eher locker: "Ich kann sehr gut damit leben. Sie schlafen ja nicht bei mir zu Hause."
Neben dem Konkurrenzkampf im Team vollzog sich aber auch ein "Generationswechsel" in der Abwehr, wo die langjährigen Stamm-Defensivkräfte Franco Foda, Darko Milanic und Ranko Popovic endgültig von Neuzugängen wie Robert Ibertsberger und Peter Hlinka oder umfunktionierten Verteidigern wie Günther Neukirchner oder Gilbert Prilasnig abgelöst wurden.
Keine Änderungen am System
Sturms Qualitätsmerkmal soll aber auch mit verändertem Personal das spielerische Element des bisherigen Kombinationsfußballs bleiben. "Wir leben vom Kollektiv und brauchen eine Mannschaft, die oft zusammen gespielt hat und eingespielt ist", will Osim bewährte Tugenden sehen.
Vorteil ist auch ein Nachteil
Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm voll im Meisterschaftsbetrieb, aber durch die jüngsten Niederlagen in der nationalen Punktejagd sieht Osim darin auch Probleme.
"Sie haben jetzt in der Liga zwei Mal verloren und sind enttäuscht. Für sie liegt die Chance darin, in der Champions League weiterzukommen, das werden sie mit allen Mitteln versuchen. Das kann ein Nachteil für uns sein, aber auch ein Vorteil, weil sie unter Druck stehen", sagt Osim.
Pole pfeift Sturm-Spiel
Der 44-jährige Pole Ryszard Wojcik wird am Mittwoch das Spiel in Graz leiten. Der Mann hat ausreichend Erfahrung mit österreichischen Klubs. Er leitete bereits drei Europacup-Partien von österreichischen Klubs, zuletzt war er 1997 bei der 0:1-Niederlage von Rapid bei Lazio Rom im UEFA-Cup als Referee bei einer Begegnung eines heimischen Vertreters im Einsatz.
Technische Daten und mögliche Aufstellungen:
Mittwoch:
Sturm Graz - Panathinaikos Athen
Graz, Schwarzenegger-Stadion, 20.45 Uhr/live ORF1, Schiedsrichter Ryszard Wojcik (POL)
Sturm: Sidorczuk - Neukirchner - Ibertsberger, Prilasnig - Schopp, Schupp, Korsos, Fleurquin, Minavand - Vastic, Kocijan/Juran
Ersatz: Schicklgruber - Foda, Feldhofer, Hlinka, Strafner, Szabics, Haas
Es fehlen: Mählich, Reinmayr, Martens, Milanic (alle verletzt), Amoah (in Champions League nicht spielberechtigt)
Panathinaikos: Nikopolidis - Vokolos, Henriksen, Goumas, Olivares - Koutsoures, Basinas, Sousa/Nasiopoulos, Karagounis - Liberopoulos, Boateng
Ersatz: Kotsolis - Saric, Sigurdsson, Sypniewski, Kiassos, Kola, Warzycha
Es fehlen: Fissas (gesperrt), Galetto, Chalkias (beide verletzt), Olisadebe (in Champions League nicht spielberechtigt), Pflipsen (nicht im Kader)
 

02.2001 - Sturm Graz - Panathinaikos vor Sturm-Spiel siegessicher


Graz (APA) - Zwei ehemalige Europacup-Sieger auf der jüngsten Abschussliste, da gibt es für die Griechen keine Frage: Panathinaikos Athen wird auch Sturm Graz besiegen. Schwache Phase hin, Probleme mit den Stars her. Panathinaikos, das in der ersten Gruppenphase Juventus Turin und den Hamburger SV aus dem Bewerb geworfen hat, kommt nach Graz, um am Mittwoch (20:45) zu gewinnen und die Chance auf den Aufstieg ins Viertelfinale der Fußball-Champions League zu wahren.
 

02.2001 - Sturm Graz - Sturm-Lauf um die letzte Chance


Die WM am Arlberg ist Schnee von gestern. Der rote Teppich liegt bereit für König Fußball. Besonders heute Abend im Grazer Schwarzenegger-Stadion. Dort trifft Sturm im 3. Spiel der Champions-League-Zwischenrunde auf Panathinaikos Athen. Ein Paukenschlag ohne Vorspiel. Das Spiel der „letzten Chance“ für Sturm. Was ist von der Euro-Premiere der Grazer 2001 zu erwarten, wie legt Osim die Route zum Erfolg an, was tut sich hinter den Kulissen des Steirischen Vorfrühlings?
Championsleague:
1:
Sturm braucht unbändigen Drang nach vorne. Nach zwei 0:2-Niederlagen gegen die Gruppenfavorits Valencia und ManU können nur drei Punkte die Spekulationen aufrecht erhalten. Trainer Osim spricht von kollektivem Risiko. „Selbstbewusstsein spielt eine wichtige Rolle. Wir spielen gegen 11 Spieler, die auch Respekt vor uns haben. Übermütig dürfen wir nicht sein.“
2:
Wer sind die Hauptdarsteller der Offensiv-Aufführung? Im Angriff hat kein österreichisches Team so viel Alternativen wie Sturm. Bis auf Transfer-Rekordler Amoah sind alle Stürmer bereit. Vastic ist gesetzt. Interpretiert man Osim richtig, dürfte Yuran neben ihm stürmen und Kocijan der Spieler hinter den Spitzen sein.
3:
Gibt es das Comeback von Haas? Der Spieler weiß, dass nach so kurzer Wiedereingewöhnungszeit die Integration nicht vollzogen ist. Daher tendiert auch Osim dazu, den Heimkehrer auf der Bank zu lassen. „Damit überfordere ich ihn nicht. Das ist er von Straßburg gewöhnt.“
4:
Wer spielt in der Abwehr? Neukirchner, Prilasnig, Ibertsberger, Korsos, Feldhofer sind die Kandidaten. Osim grübelt, wer vom Typ her am besten als „Schatten“ zu Torjäger Warzycha passt.
5:
Sturm kommt aus der Vorbereitung, die Griechen aus der Meisterschaft. Objektiv schon 0:1? Osim verneint, meint, dass die Serie der vielen Testspiele ausreichend gewesen sei, dass es ja gar nicht so lange her ist, seit das letzte Match in der Champions League war.
6:
Was tut sich im Fall Popovic? Für Donnerstag ist das nächste Gespräch mit Präsident Kartnig angesetzt. Es sieht nach Einigung und danach aus, dass Popovic mit vier Millionen S „abgefertigt“ wird.
7:
Die Einbürgerung von Tormann Sidorczuk hat gestern per Ministerrats-Beschluss stattgefunden. Das heißt: Er gilt als Österreicher. Ein Problem weniger für Sturm in der Frage der Nicht-EU-Ausländer.
 

02.2001 - Sturm Graz - Mario Haas: "Als wäre ich nie weg gewesen"


Der Kampf ums Stammleiberl in Sturms Sturm ist voll entbrannt
Graz - Am 29. Mai 1999 schoss er Sturm mit zwei Toren beim 3:0-Heimsieg in der letzten Runde gegen den FC Tirol zum zweiten Meistertitel der Klubgeschichte, am Mittwoch könnte Mario Haas in der Champions League gegen Panathinaikos Athen sein Pflichtspiel-Comeback für die Grazer geben. Haas kämpft nach seiner Rückkehr von Racing Straßburg bei den Schwarz-Weißen um seine zweite Chance. "Es ist, wie wenn ich nie weg gewesen wäre. Meine erste Sturm-Zeit ist da natürlich ein großer Vorteil", freut sich der 26-jährige Angreifer über seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.
Im August 1998 hatte er sich mit seinem spektakulärem Treffer gegen Frankreich in Wien wohl den Weg zum späteren Rekord-Transfer (43 Millionen) in die Liga des Fußball-Weltmeisters geebnet, doch im Elsaß lief es nicht nach Wunsch. In der ersten Saison durfte der ÖFB-Teamspieler in 16 Meisterschaftseinsätzen nur über einen Treffer jubeln, und auch im Nationalteam gab es für Haas seit dem 23. Februar des Vorjahres (1:4-Niederlage in Griechenland) kein Leiberl mehr.
Kampf ums Leiberl
In der laufenden Saison brachte es Haas zwar auf zwei Tore mehr, aber die Zuschauer-Rolle auf Bank oder Tribüne hatten längst den Entschluss zum Wechsel reifen lassen. Immerhin hatte ihm Sturm-Präsident Hannes Kartnig beim tränenreichen Abschied aus Graz versprochen, dass die Tür bei Sturm für ihn immer offen steht. Kurz vor Transferschluss löste der Sturm-Vereinschef sein Versprechen ein und holte den "verlorenen Sohn" für eine Ablösesumme von 21 Mio. S zurück. Haas erhielt einen Vertrag für viereinhalb Jahre und die Chance, an seine erfolgreiche erste Karriere im Sturm-Dress anzuknüpfen.
"Straßburg war trotz aller Probleme eine schöne Zeit, in der ich viel gelernt habe. Aber jetzt zählt für mich nur, so schnell wie möglich bei Sturm wieder fix in die Mannschaft zu kommen. Der Rest, so wie ein Platz im Nationalteam, ergibt sich dann von selbst", blickt Haas optimistisch in die Zukunft.
Konkurrenz im Sturm
In seiner ersten Ära bei Sturm war er unter Ivica Osim zum Goalgetter gereift und hatte gemeinsam mit Ivica Vastic und Hannes Reinmayr das "magische Dreieck" gebildet. Nun schreckt ihn auch der große Konkurrenz-Kampf an vorderster Front (neben Haas und Vastic stehen mit Charles Amoah, Sergej Juran, Tomislav Kocijan und Imre Szabics insgesamt sechs Angreifer im Kader) nicht ab: "Wenn ich im Kopf frei und wieder gut drauf bin, brauche ich mich vor niemand verstecken." Vielleicht gibt ihm Osim schon am Mittwoch die Chance, den ersten Schritt zu tun.
 

02.2001 - Sturm Graz - "Causa Popovic" auf Donnerstag vertagt 


Präsident Kartnig und der Publikumsliebling sollen auf einem guten Weg sein.
Eine Lösung im "Fall Popovic" ist auf Donnerstag vertagt. Der ausgebootete Verteidiger von Sturm Graz und Vereinspräsident Hannes Kartnig verhandelten am Montag rund zwei Stunden und einigten sich danach auf einen neuerlichen Termin am Donnerstag Vormittag. "Ich will nicht, dass vor dem wichtigen Spiel gegen Panathinaikos Unruhe entsteht. Aber wir sind auf einem guten Weg", erklärte Popovic.Der Verteidiger, der nach den Verpflichtungen von Charles Amoah und Peter Hlinka als überzähliger Nicht-EU-Ausländer keinen Platz mehr im Kader fand, hatte über seinen Anwalt eine Klage auf Wiedereinstellung eingebracht und seine finanziellen Forderungen deponiert. Popovic ist noch bis 30. Juni 2001 an Sturm Graz gebunden. 
 

02.2001 - Sturm Graz - Alles beim Alten


Obwohl die Grazer so viel wie noch nie investierten, plagen Ivica Osim vor dem Champions League Match der letzten Chance gegen Panathinaikos Aufstellungssorgen.
Wenn man rund 75 Millionen Schilling in eine Mannschaft buttert, die Schwachstelle aber dennoch die gleiche bleibt, dann ist das schon ein Kunststück. So geschehen bei Sturm.
Ivica Osim hat zwar jetzt im Angriff mit Vastic, Yuran, Kocijan, Szabics, Haas und Amoah (in der Champions League nicht spielberechtigt) die Qual der Wahl, die Abwehr macht dem Trainer aber weiterhin Kopfzerbrechen.
Im ORF-Interview klagte Osim zwar, wie sehr ihm Popovic in der Verteidigung abgehen würde, dennoch war er es, der den Serben aussortierte. Und so wurde in der Vorbereitung Oldie Franco Foda, den man eigentlich schon in Pension schicken wollte, wieder ausgegraben. Da Gilbert Prilasnig auf dem Libero-Posten nicht überzeugen konnte, wird der Deutsche vermutlich wieder diesen Part übernehmen. Wen Osim als Manndecker gegen Panathinaikos in die Schlacht wirft, weiß er selbst noch nicht so recht.
Denn obwohl Popovic und Mamedov nicht mehr an Bord sind, droht zwei neuen Defensivspielern die Ersatzbank. Peter Hlinka, die slowakische Neuerwerbung, die immerhin einen Fixplatz im Olympiateam seiner Heimat hatte, hat bei Osim, der seine neuen Spieler fast schon aus Tradition auf der Bank sitzen lässt, ist für Panathinaikos kein Thema. Er sei im Zweikampf noch nicht stark genug.
Robert Ibertsberger, der endlich spielberechtigt ist, hat bessere Chancen, weiß aber auch noch nicht, ob er am Mittwoch auflaufen wird. “Ich habe keine Ahnung, ob ich am Mittwoch spielen werde. Ich hab’ sicher nicht die internationale Erfahrung wie andere bei uns, aber ich bin jedenfalls bereit”, richtet Ibi seinem Trainer aus.
“Dass wir hinten Probleme haben, ist nichts Neues”, kommentiert der Ex-Italien-Legionär die 28 Gegentreffer in zwölf Testspielen, “aber in den Testspielen gehst du sicher nicht so konzentriert an die Sache heran, wie in einem wichtigen Spiel. Außerdem waren wir vom Training  müde und daher nicht so spritzig. Ich glaube aber, dass wir das in den letzten Wochen recht gut in den Griff bekommen haben.”
Bis auf ein paar Spiele hatte der Ex-Italien-Legionär in der Abwehr sein Fixleiberl. “Im Mittelfeld ist für mich kein Platz, also versucht Osim mich hinten einzubauen”, so der Ex-Teamspieler, der aber selbstkritisch anmerkt: “Es gibt noch vieles zu verbessern, das Stellungsspiel zum Beispiel. Aber das ist nicht leicht, wenn immer umgestellt wird.”  Dass mit Ibi zu rechnen ist, glaubt auch Markus Schopp. “Er ist momentan sehr gut drauf und hat viele Spiele in der Vorbereitung gemacht. Ibi ist sicherlich ein Thema.”
Fast keine Umstellungen wird es im Angriff und Mittelfeld geben. Von den Neuen darf sich nur Mario Haas Chancen auf einen Einsatz ausrechnen. Im altbewährten Duo mit Vastic...
 

02.2001 - Sturm Graz - Es Wird Ernst!


Am Mittwoch wird es für Sturm Graz am dritten Zwischenrunden-Spieltag der Champions League mit der Heimpartie gegen Panathinaikos Athen wieder ernst.
Turbulenter Winter
Zuerst die Aufregung um den falschen portugiesischen Pass von Ramiz Mamedow, dann der Rekordtransfer von Charles Amoah sowie die Heimkehr von Mario Haas, schließlich die Streitigkeiten nach der Abmeldung von Publikumsliebling Ranko Popovic und die Unklarheiten um die Einbürgerung von Torhüter Kazimierz Sidorczuk: Sturm schrieb schon vor Beginn der Fußball-Frühjahrssaison einige Schlagzeilen.
"Schön, dass wieder gespielt wird. Die Vorbereitung war gut, und die Neuen haben auch Qualität, aber wir müssen jetzt zeigen, dass wir bereit sind", meint Trainer Ivica Osim.
Für den Bosnier bringt die Begegnung mit seinem Ex-Klub auch die Erinnerung an zwei Jahre auf der Trainerbank von Panathinaikos.
"Es war fast immer Theater"
In der Saison 1992/93 führte Osim die Grün-Weißen aus Griechenland zum Cupsieg und zum Vizemeistertitel, im darauf folgenden Jahr gelang erneut der Einzug ins Cupfinale.
Aber der ehemalige jugoslawische Teamchef verließ nach internen Turbulenzen noch vor dem (für Panathinaikos erfolgreichen) Endspiel den Verein.
"Es war fast immer Theater. Manche Trainer brauchen das, aber zu viel ist zu viel", erinnert sich Osim, der dann im Juni 1994 das Betreueramt bei Sturm übernahm, an seine damalige Athener Zeit.
"Ivica hat immer noch einige Freunde dort, von denen er genug Informationen über Panathinaikos bekommen hat", weiß Manager Heinz Schilcher, dass Osims Kontakte in die griechische Hauptstadt nie abgerissen sind.
Zwei Niederlagen in Folge
Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm bereits wieder im Meisterschafts-Einsatz, die vergangenen beiden Runden verliefen dabei aber nicht nach Wunsch.
Bis zum 4. Februar war die Elf von Trainer Angelos Anastasiadis in der nationalen Liga ungeschlagen, seitdem vergrößerte sich der Rückstand auf Meister Olympiakos durch zwei 0:1-Niederlagen gegen Panionios und Aris Saloniki aber auf neun Punkte.
Sturm und Panathinaikos haben aber nicht nur den Rückstand auf den Tabellenführer gemeinsam, bei beiden Teams ist mit Charles Amoah bzw. Emmanuel Olisadebe am Mittwoch je eine Stürmer-Neuerwerbung nicht spielberechtigt.
Stürmer über Stürmer
Der gebürtige Nigerianer Olisadebe, der mittlerweile im polnischen Nationalteam spielt, war bereits für Polonia Warschau in dieser Saison in der Champions-League-Qualifikation im Einsatz und muss so wie Amoah (mit St. Gallen in der Champions-League-Quali tätig) zusehen.
"Schade für ihn, aber für vorne habe ich genug Spieler", erinnert Osim trotz des Fehlens von Amoah an die Konkurrenz im Sturm-Angriff mit Vastic, Haas, Kocijan, Juran und Szabics.
Liberoprobleme bei Sturm
Etwas mehr zu schaffen macht dem Sturm-Coach die Defensive. Zwar stehen mit Robert Ibertsberger (in dieser Saison erstmals international spielberechtigt) und dem Slowaken Peter Hlinka zwei neue Spieler bereit, aber vor allem die Besetzung der Liberoposition bereitet Osim Sorgen.
Gilbert Prilasnig machte in den Testspielen nicht den sichersten Eindruck und wurde durch Günther Neukirchner ersetzt, möglicherweise ist auch Franco Foda wieder ein Thema: "Wir brauchen die Spieler, die zusammen die stärkste Mannschaft sind. Unser Kollektiv muss im Vordergrund stehen", sagt Osim.
 

02.2001 - Die Grazer sehen stürmischen Zeiten entgegen: Verstärkungen zweite Wahl


Champions League. Sturm ist bereits morgen im Heimspiel gegen Panathinaikos zur Offensive gezwungen.
GRAZ (wie-). Von einer ungestörten Vorbereitung konnte bei Sturm Graz in den vergangenen Wochen keine Rede sein. Ein Problem jagte sozusagen das andere. Zunächst brach die Causa Mamedow aus, dann mußte man zur Kenntnis nehmen, daß der neue 52-Millionen-Mann, Charles Amoah, in der Champions League nicht mehr spielberechtigt ist, weil er bereits für St. Gallen auf Torjagd gegangen ist. Dann kam den Grazern der zweite Slowake, Bednar, abhanden, weil er sich als überzähliger Nicht-EU-Ausländer sah. Ein bis dato heikles Thema im Lande Steiermark. Denn die Causa Popovic, der einfach gekündigt wurde, hat sich noch immer nicht erledigt, weil man noch keinen gemeinsamen finanziellen Nenner gefunden hat. Und zum Drüberstreuen liegt den Grazern auch noch der Fall Sidorczuk im Magen. Der Antrag auf Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft soll heute im Ministerrat behandelt werden.
Und wieder einmal herrscht zwischen Ivica Osim, dem Trainer, und Hannes Kartnig, dem Präsidenten, dicke Luft. Denn der Bosnier will der Abmeldung von Popovic nie seine Zustimmung gegeben haben. Wofür er auch Argumente liefert. Mit Milanic und Popovic hätte Sturm zwei Stützen verloren, der neue Slowake Hlinka sei taktisch noch nicht so weit, die Stärken von Korsos und Minavand würden eindeutig im offensiven Bereich liegen. "Also, was bleibt mir? Prilasnig, Neukirchner, Foda und Feldhofer." In Frage würde noch Strafner kommen. "Alles keine gelernten Verteidiger!" Auch darum, auch wenn es in Graz niemand offiziell zugeben wird, schmerzt der Verlust von Mamedow. Bei Kartnig stößt das Wehklagen von Osim jedenfalls auf taube Ohren. "Was will er noch? Dann soll er sich endlich einmal deklarieren!"
So, wie die Dinge liegen, wird Osim morgen gegen Panathinaikos Athen (zuletzt die ersten beiden Meisterschafts-Niederlagen kassiert) eher auf bewährte Kräfte setzen. Vor allem wieder auf Ivica Vastic, der fast schon wieder der alte ist, seine Wehwehchen endlich auskurieren konnte. Der Teamstürmer ist wieder fixer Bestandteil einer Mannschaft, die künftig noch mehr auf Offensive setzen wird müssen. Was den Angriff betrifft, so fliegen intern im Konkurrenzkampf die Fetzen. Der Kampf ums Leiberl (Amoah, Juran, Kocijan, Szabics) war noch nie so groß. "Unser Kader", so Ivica Vastic, "war noch nie so gut. Daher gehe ich davon aus, daß wir auch Erfolg haben werden. Aber es wird eben nicht leicht. Tirol, Austria und andere haben auch nicht geschlafen.''
 

02.2001 - "Wir werden im Kollektiv riskieren"


Eurofighter Sturm Graz trifft morgen im 3. Spiel der Champions-League-Zwischenrunde im Schwarzenegger-Stadion auf Panathinaikos Athen. Im Vorfeld der Partie stellte sich Trainer Osim einem Frage-Antwort-Spiel. Die Versuche, dem Philosophen Substanzielles zu entlocken, gestalteten sich schwierig, weil Osim eben Osim ist.
Herr Osim, was kann Sturm in der Champions League noch erreichen?
Wir haben schon viel geschaffen. Was noch kommt, ist Draufgabe. Mit einem Wunder könnten wir das Viertelfinale erreichen. Das hängt auch davon ab, wie Valencia und Manchester spielen. Der Druck der Vorrunde ist weg, das ist gut. Wenn der Präsident, die Zuschauer und Medien zu viel verlangen, ist er aber wieder da. Der Umgang mit der Differenz zwischen Realität und Wunschdenken ist im Fußball für viele zum Problem geworden. Für mich persönlich nicht, weil ich anerkenne, dass Manchester und Valencia andere Budgets und ein anderes Charisma haben als Sturm.
Wie weit ist Sturm international wirklich gekommen?
Viel weiter als viele andere. Weil die Mannschaft physisch zu vielem bereit und korrekt motiviert war, weil die Spieler zu sich selbst realistisch geworden sind. Fehlende Disziplin und Konzentration kann man verbessern, Selbstüberschätzung aber nicht.
Was macht den Reifeprozess von Sturm aus?
Wir haben teures Lehrgeld bezahlt. Die meisten Spieler können trotz Müdigkeit und Druck intelligent bleiben und die Nerven behalten. Wem bewusst ist, dass er nicht gegen ganz Valencia oder Manchester spielt, sondern nur gegen elf Menschen, die vor uns Respekt haben, der ist reif geworden.
Sturm schloss die Vorrunde als Erster ab, in der Zwi-schenrunde gab es zwei 0:2. Wo blieb da die Reife?
Leider auf der Strecke, weil sich die Spieler selbst Druck gemacht haben. Sie hätten den gleichen Fußball wie in der Vorrunde weiterleben sollen, statt sich neue Probleme mit den neuen Zielen zu machen.
Ist es nicht okay, wenn sie nun auch die Zwischenrunde überstehen wollen?
Schon okay, aber sie müssen mental anders agieren.
Welche Taktik gibt es gegen Panathinaikos?
Wir werden im Kollektiv riskieren und improvisieren. Wenn wir zeigen können, dass wir nicht zufällig noch mitspielen, sondern, weil wir etwas können, wäre das schon sehr schön.Meisterschaft oder Champions League, was hat den Vorrang?
Die Meisterschaft, obwohl es ein Problem wird, noch einen Platz in Europa zu erreichen. Vielleicht im Cup. Aber es wäre normal, wenn Sturm in der nächsten Saison nicht in Europa spielen würde, weil wir sechs, sieben Punkte leichtfertig verschenkt haben.
Wie lange bleiben Sie noch Sturm-Trainer?
Wenn Kartnig mit schnellen Entscheidungen so weiter macht, nicht mehr lange. Er sollte Probleme mit Spielern eleganter lösen, vorher mit mir reden und nicht alles über die Medien austragen. Wenn er sagt, Osim weiß nicht, was er will, dann sage ich ihm: Osim, weiß was er will.
Wie beurteilen Sie den Fall Popovic?
Das ist ein europäisches Problem. Warum gibt es überhaupt diese unmenschliche Teilung in Europa? Jeder will sich seine Situation ökonomisch verbessern. Europa ist selbst schuld, wenn es zu Passfälschungen kommt, weil es in allen Ländern diese Barrikaden gibt. Klubintern hätte man die Sache jedenfalls besser vorbereiten müssen. Hannes muss sich bremsen, weil er mehr, wichtiger und bekannter geworden ist.
 

02.2001 - Panathinaikos für Sturm ein unbeschriebenes Blatt


Nun kann Sturm wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen.
Zuerst die Aufregung um den falschen portugiesischen Pass von Ramiz Mamedow, dann der Rekord-Transfer von Charles Amoah sowie die Heimkehr von Mario Haas, schließlich die Streitigkeiten nach der Abmeldung von Publikumsliebling Ranko Popovic und das Hin-Her um die Einbürgerung von Torhüter Kazimierz Sidorczuk: Sturm schrieb schon vor Beginn der Fußball-Frühjahrssaison einige Schlagzeilen. Am Mittwoch wird es für die Grazer am dritten Zwischenrunden-Spieltag der Champions League mit der Heimpartie gegen Panathinaikos Athen aber wieder auf dem Rasen ernst."Schön, dass wieder gespielt wird. Die Vorbereitung war gut und die Neuen haben auch Qualität, aber wir müssen jetzt zeigen, dass wir bereit sind", meint Trainer Ivica Osim. Für den Bosnier bringt die Begegnung mit seinem Ex-Klub auch die Erinnerung an zwei Jahre auf der Trainerbank von Panathinaikos. In der Saison 1992/93 führte Osim die Grünweißen zum Cupsieg und zum Vize-Meistertitel, im darauffolgenden Jahr gelang erneut der Einzug ins Cupfinale, aber der ehemalige jugoslawische Teamchef verließ nach internen Turbulenzen noch vor dem (für Panathinaikos erfolgreichen) Endspiel den Verein. "Es war fast immer Theater. Manche Trainer brauchen das, aber zuviel ist zuviel", erinnert sich Osim, der dann im Juni 1994 das Betreuer-Amt bei Sturm übernahm, an seine damalige Athener Zeit."Ivan hat immer noch einige Freunde dort, von denen er genug Informationen über Panathinaikos bekommen hat", weiß Manager Heinz Schilcher, dass Osims Kontakte in die griechische Hauptstadt nie abgerissen sind. Panathinaikos steht zwar im Gegensatz zu Sturm bereits wieder im Meisterschafts-Einsatz, die vergangenen beiden Runden verliefen dabei aber nicht nach Wunsch. Bis zum 4. Februar war die Elf von Trainer Angelos Anastasiadis in der nationalen Liga ungeschlagen, seitdem vergrößerte sich der Rückstand auf Meister Olympiakos durch zwei 0:1-Niederlagen gegen Panionios und Aris Saloniki aber auf neun Punkte.Sturm und Panathinaikos haben aber nicht nur den Rückstand auf den Tabellenführer gemeinsam, bei beiden Teams ist mit Charles Amoah bzw. Emmanuel Olisadebe am Mittwoch je eine Stürmer-Neuerwerbung nicht spielberechtigt. Der gebürtige Nigerianer, der mittlerweile im polnischen Nationalteam spielt, war bereits für Polonia Warschau in dieser Saison in der Champions League-Qualifikation im Einsatz und muss so wie Amoah (mit St. Gallen ebenfalls in der Champions League-Quali tätig) zusehen."Schade für ihn, aber für vorne habe ich genug Spieler", erinnert Osim trotz des Fehlens von Amoah an die Konkurrenz im Sturm-Angriff mit
Vastic, Haas, Kocijan, Juran und Szabics. Etwas mehr zu schaffen macht dem Sturm-Coach die Defensive, zwar stehen mit Robert Ibertsberger (in dieser Saison erstmals international spielberechtigt) und dem Slowaken Peter Hlinka zwei neue Spieler bereit, aber vor allem die Besetzung der Libero-Position bereitet Osim Sorgen. Gilbert Prilasnig machte in den Testspielen nicht den sichersten Eindruck und wurde durch Günther Neukirchner ersetzt, möglicherweise ist auch Franco Foda wieder ein Thema: "Wir brauchen die Spieler, die zusammen die stärkste Mannschaft sind. Unser Kollektiv muss im Vordergrund stehen", sagt Osim. 

 
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