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"Mehr Juristerei als Sport"
Nach seinen ersten 100 Tagen als Sturm-Präsident zieht Hans Rinner
seine erste Bilanz.
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Hans Rinner Foto:
GEPA
Ihre ersten 100 Tage als Sturm-Präsident sind absolviert -
wie fällt Ihr Resümee aus?
HANS RINNER: Ich habe mehr über Juristerei, als über
Sport gelernt. Aber trotz aller Turbulenzen samt Zwangsausgleich
konnten wir ein stabiles Umfeld für gute sportliche Leistungen
schaffen. Es war eine Berg- und Talfahrt, auch weil ständig
Leichen im Keller aufgetaucht sind.
Was hat sich seit Ihrem Amtsantritt geändert?
RINNER: Es gab große Unsicherheit, keiner wusste, ob
und wie es weitergeht. Mittlerweile können alle ruhig schlafen,
es gibt wieder Perspektiven.
Wie reagieren die Fans auf Sie? Ein Hannes Kartnig ist ja
nicht überall auf Gegenliebe gestoßen?
RINNER: Es hat sich alles um 180 Grad gewendet. Viele
bedanken sich sogar, dass jetzt wieder seriös gearbeitet wird.
Ihr Verhältnis zu Kartnig?
RINNER: Ich habe mit ihm eine Gesprächsbasis auf
sachlicher Ebene. Um seine persönlichen Angelegenheiten werden
sich ja andere kümmern.
Was bewegt einen dazu, Klub-Präsident zu werden?
RINNER: Das habe ich mich auch gefragt. Es war wohl
die Herausforderung, aus Sturm wieder etwas zu machen. Und für
unsere tollen Fans lohnt es sich auch zu arbeiten. Eitelkeit und
Medienpräsenz brauche ich nicht - das ist mir oft peinlich.
Wie lange werden Sie Präsident bleiben?
RINNER: Sicher einmal die vier Jahre, für die ich
gewählt wurde.
Die Ziele?
RINNER: Wir wollen mit steirischen Talenten
erfolgreich sein und hoffen als einziger steirischer
Oberhaus-Klub auf Unterstützung von allen Seiten.
Schmerzt es sehr, dass man ohne die Punkteabzüge noch um den
Vizemeister spielen könnte?
RINNER: Natürlich ist da ein bitterer Beigeschmack,
aber den haben andere als die jetzige Führung verursacht. Aber
dadurch, dass wir die Abzüge akzeptiert haben, wurde Sturm rein
gewaschen. Darum hoffe ich, dass wir bereits heute die Lizenz in
erster Instanz bekommen. |
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