MEDIENARCHIV 26.04.07

 
Sturm akzeptiert Strafe
Obwohl Sturm Graz die Entscheidung des Protestkomitees bezüglich des Punkteabzugs nicht nachvollziehen kann, wird der Klub keine weiteren Rechtsmittel bestreiten. Das erklärte die Vereinsführung in einer Aussendung.

 

Sturm Graz wird somit den Abzug von zehn Punkten wegen Verstößen gegen Verpflichtungen aus dem Lizenzierungsverfahren nun endgültig akzeptieren.

Link: Punkteabzug bestätigt

„Entscheidung auf schwachen Beinen“

„Das Präsidium ist sich einerseits sicher, dass die Entscheidung auf schwachen juristischen Beinen steht und wahrscheinlich keiner ordentlichen Gerichtsbarkeit standhalten würde. Dies würde aber einen langen Rechtsweg bedeuten, der weder für den Verein SK Puntigamer Sturm Graz noch für den österreichischen Fußball förderlich wäre“, lautet das offizielle Statement.

„Anderseits versteht das Präsidium die Haltung der Österreichischen Fußball-Bundesliga, dass ein Konkurs, der von der vorherigen Vereinsführung eröffnet werden musste, während der laufenden Saison nicht ohne Sanktionen hingenommen werden kann. Auch wenn es der jetzigen Vereinsführung gelungen ist, diesen Konkurs mit einem erfolgreichen Zwangsausgleich wieder aufzuheben, ist leider dieser Punkteabzug eine 'Altlast', die der gesamte Verein offensichtlich hinnehmen muss."

Zwei Arbeitsgruppen

Weiters hat die Präsidentenkonferenz der Österreichischen Fußball-Bundesliga in Ihrer Sitzung am 24.4.2007 auf Initiative von Präsident Hans Rinner beschlossen, zwei Arbeitsgruppen einzurichten: Eine Arbeitsgruppe soll die Lizenzierungsrichtlinien überarbeiten, die andere die Besetzung der Senate neu definieren.

In dieser Präsidentenkonferenz wurden auch die von Bundesligapräsident Martin Pucher vorgeschlagenen Maßnahmen des automatischen Abstieges, bei Eröffnung des Konkurses in die Red-Zac-Liga und bei einem Zwangsausgleich nach dem 15.März, in die Regionalliga beschlossen.