Damit steht Ex-Meister GAK, dem wegen eines FIFA-Urteils (offene
Forderungen des ehemaligen Spielers Daniel Kimoni) weitere sechs
Zähler abgezogen werden, vor dem bitteren Oberhaus-Abschied. Zudem
ist noch offen, ob die "Rotjacken" eine Lizenz für das kommende
Spieljahr erhalten. Ist das nicht der Fall, dann würde der GAK
gleich direkt in die Regionalliga durchgereicht.
Verstöße gegen Lizenzierungsverfahren
Der jeweilige Zehnpunkteabzug gilt als Folge der Insolvenzen und ist
mit einer damit zusammenhängenden Nichterfüllung von Kriterien
begründet. Der darüber hinausgehende Zwölfpunkteabzug für den GAK
ist auf Verstöße gegen Verpflichtungen aus dem
Lizenzierungsverfahren zurückzuführen.
Den beiden Klubs steht innerhalb von zehn Tagen die Möglichkeit
des Protests zu.
Der GAK hält damit nach 25 Runden nun aktuell bei einem
Minuspunkt und hat nur mehr theoretische Chancen auf den
Klassenerhalt. Sturm fällt mit 19 Zählern hinter Altach auf den
neunten und damit vorletzten Rang zurück. Den Schwarz-Weißen waren
schon zuvor wegen Verstößen gegen das Lizenzierungsverfahren drei
Punkte abgezogen worden.
"Auch wirtschaftliche Kriterien gelten"
"Leider wird die heurige Meisterschaft nicht nur am grünen Rasen
entschieden. Die Qualifikation für die Bundesliga erfolgt jedoch
nicht ausschließlich auf sportliche Weise. Auf Basis der
Lizenzierungsbestimmungen gelten darüber hinaus auch wirtschaftliche
Kriterien, bei deren Nichteinhaltung entsprechende Sanktionen
verhängt werden können", sagte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl in
einer ersten Reaktion.
Der Senatsvorsitzende Thomas Hofer-Zeni äußerte sich ähnlich: "Die groben Verstöße der beiden Klubs machten Sanktionen in diesem Ausmaß notwendig. Infolge der Insolvenzverfahren waren andere Sanktionsformen, wie zum Beispiel Geldstrafen, weder zweckmäßig noch möglich."
