MEDIENARCHIV 25.01.07

 
Der wichtigste Sieg in der Klubgeschichte
Große Mehrheit der Gläubiger stimmte für 20-prozentige Quote. Präsident Rinner: "Beginnen mit der Arbeit für die Zukunft".

Das wichtigste Match in der Vereinsgeschichte hat der SK Sturm gewonnen. Am Donnerstag nachmittag wurde der Zwangsausgleich am Handelsgericht Graz angenommen. Damit steht der Traditionsverein ohne Schulden da. Die Sorgenfalten in den Gesichtern der beteiligten Retter wichen bei der Pressekonferenz breitem Grinsen. Die Stimmung war dementsprechend gut, die Erleichterung groß. Und wenn Finanz- und Wirtschaftsvorstand Christian Jauk meint: "Der SK Sturm feiert ab sofort am 25. Jänner 2007 seinen zweiten Geburtstag", trifft dies wohl den Nagel auf den Kopf.

Schnell und gewinnträchtig. Das Insolvenzverfahren wurde nicht nur in einem rekordverdächtig schnellen Zeitraum abgehandelt. Auch die Zustimmung der 134 Gläubiger - nur vier waren gegen den 20-prozentigen Zwangsausgleich - war aus Sturm-Sicht beeindruckend. Und auch aus Sicht der Gläubiger ein Gewinn: Die Einstellung des Spielbetriebes hätte bestenfalls eine Quote von 6,6 Prozent gebracht. Die 20-Prozent-Quote beträgt 2,460.075,31 Millionen Euro, die im Wege eines modifizierten Verfahrens ausgeschüttet werden. 15 Prozent werden binnen 14 Tagen schlagend, die restlichen fünf Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Teamarbeit wird in Zukunft großgeschrieben, betonen die Verantwortlichen immer. Und so feierten am Donnerstag einige Vorstandsmitglieder mit den Fans. Die Stimmung war allerdings getrübt, nachdem bekannt geworden war, dass der ehemalige Vizepräsident Carlo Platzer (47)

am Donnerstag abend verstarb. Sportlich: Salmutter wird an der Schulter operiert und fällt mindestens zwei Monate aus. Und Filipovic entscheidet am Freitag, ob er bei Sturm bleibt oder nach Japan geht.