MEDIENARCHIV 24.11.06

 
LAND SETZT HAFTUNG FÜR STURM AUS

1,2 Millionen euro

24.11.2006

Land: Derzeit keine Haftung für Sturm Graz
Auf die jüngsten Entwicklungen rund um den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten SK Puntigamer Sturm Graz hat am Freitag die steirische Politik reagiert: Die 1,2-Mio.-Euro-Haftung komme derzeit nicht zum Tragen. Staatsanwalt noch nicht informiert
Er hoffe, dass die Geschehnisse unter dem alten Vorstand des SK Sturm nicht dem neuen Vorstand und dem Verein schaden würden, erklärte Sportlandesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) am Freitag. Unter den derzeitigen Umständen und solange der Fall nicht geklärt sei, könne die Haftung des Landes Steiermark von 1,2 Millionen Euro allerdings nicht zum Tragen kommen, fügte Wegscheider hinzu. Der Staatsanwalt sei jedoch - was die in dem Zwischenbericht der Finanzbehörden erhobenen Vorwürfe betreffe - noch nicht tätig geworden. Bundesliga in "ständigem Kontakt" mit Sturm
Die Bundesliga hielt sich mit Äußerungen über die jüngsten Geschehnisse rund um den SK Sturm zurück. "Wir wollen die Entwicklungen um die Privatperson Hannes Kartnig nicht kommentieren. Für uns ist jetzt der Masseverwalter Norbert Scherbaum die Spitze des Vereins. Ihn unterstützen wir und mit ihm sowie mit dem neuen Klubpräsidenten Hans Fedl stehen wir in ständigem Kontakt", sagte Ligasprecher Christian Kircher. Masseverwalter über Verfahren informiert
Inzwischen ist auch der Masseverwalter des SK Sturm, der Grazer Rechtsanwalt Norbert Scherbaum, von der Finanzverwaltung über die Ermittlungen im vor der Konkurseröffnung begonnenen Lohnsteuerprüfungsverfahren informiert worden. Die Ermittlungen der Finanzverwaltung seien noch nicht abgeschlossen und gestalteten sich auf Grund der Komplexität und der Zusammenhänge der einzelnen Prüfungsverfahren äußerst schwierig. Stichtag 7. Dezember
Die Frist der Gläubigerforderungen läuft am Freitag ab. Der nächste Schritt im Verfahren wird am 7. Dezember mit der Berichtstagsatzung gesetzt, wenn Sturm die Finanzierbarkeit eines Zwangsausgleichs darstellen muss. steiermark.ORF.at
Im Zwischenbericht der Finanzstrafbehörde wird Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig schwer belastet. Demnach soll Kartnig die Grenze zwischen Firmenchef, Privatmann und Sturm-Präsident mehrmals überschritten haben.

1,2 Millionen euro

24.11.2006

Land: Derzeit keine Haftung für Sturm Graz
Auf die jüngsten Entwicklungen rund um den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten SK Puntigamer Sturm Graz hat am Freitag die steirische Politik reagiert: Die 1,2-Mio.-Euro-Haftung komme derzeit nicht zum Tragen. Staatsanwalt noch nicht informiert
Er hoffe, dass die Geschehnisse unter dem alten Vorstand des SK Sturm nicht dem neuen Vorstand und dem Verein schaden würden, erklärte Sportlandesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) am Freitag. Unter den derzeitigen Umständen und solange der Fall nicht geklärt sei, könne die Haftung des Landes Steiermark von 1,2 Millionen Euro allerdings nicht zum Tragen kommen, fügte Wegscheider hinzu. Der Staatsanwalt sei jedoch - was die in dem Zwischenbericht der Finanzbehörden erhobenen Vorwürfe betreffe - noch nicht tätig geworden. Bundesliga in "ständigem Kontakt" mit Sturm
Die Bundesliga hielt sich mit Äußerungen über die jüngsten Geschehnisse rund um den SK Sturm zurück. "Wir wollen die Entwicklungen um die Privatperson Hannes Kartnig nicht kommentieren. Für uns ist jetzt der Masseverwalter Norbert Scherbaum die Spitze des Vereins. Ihn unterstützen wir und mit ihm sowie mit dem neuen Klubpräsidenten Hans Fedl stehen wir in ständigem Kontakt", sagte Ligasprecher Christian Kircher. Masseverwalter über Verfahren informiert
Inzwischen ist auch der Masseverwalter des SK Sturm, der Grazer Rechtsanwalt Norbert Scherbaum, von der Finanzverwaltung über die Ermittlungen im vor der Konkurseröffnung begonnenen Lohnsteuerprüfungsverfahren informiert worden. Die Ermittlungen der Finanzverwaltung seien noch nicht abgeschlossen und gestalteten sich auf Grund der Komplexität und der Zusammenhänge der einzelnen Prüfungsverfahren äußerst schwierig. Stichtag 7. Dezember
Die Frist der Gläubigerforderungen läuft am Freitag ab. Der nächste Schritt im Verfahren wird am 7. Dezember mit der Berichtstagsatzung gesetzt, wenn Sturm die Finanzierbarkeit eines Zwangsausgleichs darstellen muss. steiermark.ORF.at
Im Zwischenbericht der Finanzstrafbehörde wird Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig schwer belastet. Demnach soll Kartnig die Grenze zwischen Firmenchef, Privatmann und Sturm-Präsident mehrmals überschritten haben.