MEDIENARCHIV 23.10.06

 

 

  

Mögliche Szenarien bei Sturm-Auflösung

Bundesliga-Vorstand Pangl hofft auf ein normales Endes der Meisterschaft.
Sollte Bundesligist Sturm Graz auf Grund des Konkursantrags den Spielbetrieb einstellen müssen, könnte das auch einige Auswirkungen auf die Tabelle haben.
 

Es würde dann darauf ankommen, wie viele Spiele Sturm vor dem Ausscheiden aus der Meisterschaft schon ausgetragen hat.
 

Dafür gibt es zwei mögliche Szenarien, die in Paragraf 34 der ÖFB-Meisterschaftsregeln genau festgehalten sind.
 

Szenario eins wäre ein Ausstieg von Sturm vor Ende der Halbsaison. "Können die Grazer nur 17 oder weniger Spiele austragen, dann werden alle bisherigen und zukünftigen Spiele mit dem Resultat 0:0 und null Punkten gewertet", erklärte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl.
 

Szenario zwei wäre ein Ausscheiden der Grazer nach Ende der Halbsaison. In diesem Fall würden alle bisher ausgetragenen Spiele von Sturm Graz mit dem Ergebnis gewertet werden, mit dem die Spiele auch tatsächlich geendet haben. "Die Spiele wurden ja auch beglaubigt. Das wäre für die Vereine, die zwei Mal gegen Sturm gewonnen haben, gut, für die, die zwei Mal verloren haben, eben nicht", so Pangl.
 

Möglicherweise kein Bundesliga-Absteiger
Zuletzt trat Szenario zwei im Spieljahr 2001/02 in der damaligen Ersten Division ein. Am 29. Jänner 2002 musste der SV Braunau den Spielbetrieb einstellen. Zu diesem Zeitpunkt waren 21 von 36 Runden ausgetragen.
 

Sollte Sturm ausscheiden, würde es keinen Absteiger aus der Bundesliga geben. Der Meister der Red Zac Ersten Liga, sollte er die Lizenzauflagen erfüllen, würde dann aufsteigen.
 

Aus der Ersten Liga würden in diesem Fall dann nur zwei an Stelle von drei Mannschaften absteigen. "Ich hoffe natürlich, dass die Meisterschaft normal zu Ende gespielt wird. Das wäre wünschenswert", stellte Pangl klar.