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MEDIENARCHIV 18.10.06 |
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Der Grazer Fußballklub SK Sturm ist nach wie vor bemüht, den drohenden Konkurs abzuwenden und zumindest einen Ausgleich zu erzielen. Der Grazer Sportanwalt Harald Christandl sieht zwei Möglichkeiten: Aufschub oder Konkurs. 1,2 Mio. Schulden bei Finanz Die Verhandlungen in Wien wurden Donnerstagabend abgebrochen. Am Freitag wurden sie telefonisch fieberhaft fortgesetzt. Der Klub hat ein schriftliches Ansuchen bei der Finanzprokuratur eingereicht, die Frist vierzehn Tage zu verlängern. Die Antwort soll am Montagfrüh erfolgen. Ansonsten würde am Montag das Konkursverfahren eröffnet werden. Sturm hat neben anderen Außenständen allein bei der Finanz Schulden in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Ein Übereinkommen mit den Steuerbehörden wäre der erste Schritt, um einem drohenden Konkursverfahren zu entgehen. Kartnig: "Noch hoffe ich" Der Präsident der Finanzprokuratour in Wien, Wolfgang Peschorn sagt, er halte eine Einigung bis Montag eher für unwahrscheinlich. "Am Montag um 8.00 Uhr wissen wir es genau. Noch hoffe ich", sagte SK-Sturm-Präsident Freitagnachmittag. Aus, vorbei oder Aufschub? Der Grazer Wirtschafts- und Sportanwalt Harald Christandl, der auch Fußballspieler vertritt, rechnet mit zwei Möglichkeiten: "Entweder gelingt es Sturm, einen Aufschub zu erwirken, um weitere zwei bis drei Wochen, um die Zahlungfähigkeit nachweisen zu können, oder der Konkursrichter sagt: Aus, vorbei, ich eröffne den Konkurs und bestelle einen Masseverwalter." Auf die Frage, ob ein Zwangsausgleich eine realistische Variante wäre, sagte Christandl: "Ein Zwangsausgleich muss beantragt und eingebracht werden und muss von den Gläubigern akzeptiert werden." "Gehe von vernünftigem Konzept aus" Das Sturm-Spiel am Samstag sieht Christandl nicht gefährdet. "Sollte ein Masseverwalter bestellt werden, wird der genau prüfen, ob eine Fortführung des Unternehmens im Konkurs möglich ist, und nachdem hier viele Berater um Sturm Graz herumschwirren, nehme ich an, dass ein vernünftiges Fortführungskonzept vorliegt und hoffentlich bald eine günstige Lösung zu Stande kommt."
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