MEDIENARCHIV 16.10.06

 

 

Erste Niederlage für Pacult

Rapid wartet bereits seit Oktober 2005 auf einen Auswärtssieg.
Finanziell befindet sich SK Puntigamer Sturm in einer existenziellen Krise, sportlich haben die Grazer am Sonntag allerdings restlos überzeugt.
 

Sturm besiegte Rekordmeister SK Rapid Wien vor 8.138 Zuschauern in der UPC-Arena dank Toren von Rabihou (13.) und Kienzl (54.) völlig verdient mit 2:0 (1:0) und gab die rote Laterne in der T-Mobile Bundesliga wieder an SV Ried ab.
 

Dem Traditionsklub aus Graz droht allerdings am Freitag die Konkurseröffnung.
 

Rabihou hechtet zum 1:0
Es könnte im schlimmsten Fall sogar das letzte Oberhausspiel von Sturm gewesen sein, in dem sich das Führungstor bereits früh abgezeichnet hatte.
 

Rabihou gab in der neunten Minute einen ersten Warnschuss ab, anschließend knallte er einen von Filipovic zurückgelegten Querpass aus aussichtsreicher Position über das Tor.
 

Drei Minuten später verwertete der Kameruner dann aber eine Flanke seines Sturmpartners von rechts mit einem Hechtkopfball zu seinem vierten Saisontreffer.
 

Sturm spielerisch stärker
Sturm war dank Salmutter und Filipovic spielerisch die deutlich bessere Mannschaft, Rapid über die gesamte Spielzeit ideen- und harmlos.
 

Erst parierte Rapid-Goalie Payer einen Freistoß von Leitgeb (25.), nach dem unmittelbar darauf folgenden Eckball klärte Sara einen Dospel-Kopfball auf der Linie. Bei einem schwächer ausgefallenen Schuss von Leitgeb hatte Payer keine Mühe (32.).
 

Rapid war nur bei Schüssen von Jungstar Veli Kavlak ansatzweise gefährlich (35., 47.).
 

Rapid läuft ins Leere
Erst nach Seitenwechsel spielten die Hütteldorfer kurz etwas gefälliger, bis der auf Grund akuter Personalprobleme in die Sturm-Mannschaft von Franco Foda zurückgekehrte Filipovic mit einem Traumpass die Vorentscheidung einleitete.
 

Der Serbe schickte den keine 60 Sekunden davor eingewechselten Kienzl im Konter auf die Reise, dieser umkurvte den weit herausgeeilten Payer und brachte den Ball aus über 20 Metern sicher im leeren Tor unter.
 

Die Gastgeber kontrollierten in weiterer Folge die Partie, größere Torszenen blieben aber aus.
 

Sturm beendet "Heimfluch"
Sturm überholte mit dem fünften Saisonsieg in der Tabelle nicht nur Rapid und kletterte trotz der drei Minuspunkte auf Grund von Verfehlungen im Lizenzierungsverfahren auf Platz fünf, sondern beendete auch seinen "Heimfluch" gegen den Rekordmeister. Seit 16. März 2002 hatten die Grazer zu Hause nicht mehr gegen die Hütteldorfer gewonnen.
 

Peter Pacult kassierte hingegen im fünften Bundesligaspiel seine erste Niederlage als Rapid-Coach. Die enttäuschenden Wiener warten seit fast genau einem Jahr (2:0 im Derby gegen die Austria am 22. Oktober 2005) auf einen Auswärtssieg.
 

Sonntag:
 

Puntigamer Sturm - Rapid 2:0 (1:0)
 

UPC-Arena, 8.138 Zuschauer, SR Schörgenhofer
 

Torfolge:
1:0 Rabihou (13.)
2:0 Kienzl (54.)
 

Sturm: Szamotulski - Dospel, Mörec, Verlaat, Gercaliu (53./Kienzl) - Salmutter, Ledwon, Leitgeb (92./G. Säumel), Sarac - Filipovic, Rabihou
 

Rapid: Payer - Plassnegger, Valachovic, Martin Hiden, Sara (60./Hoffer) - Korkmaz, Hlinka (46./Dollinger), Vorisek, Kavlak - Kincl, Bilic
 

Gelbe Karten: Dospel, Leitgeb, Ledwon, Sarac, Filipovic bzw. Korkmaz, Hiden, Vorisek, Hoffer
 

Die Besten: Salmutter, Filipovic, Szamotulski bzw. Kavlak, Payer