Sturm besiegte Rekordmeister SK Rapid Wien vor 8.138 Zuschauern in der
UPC-Arena dank Toren von Rabihou (13.) und Kienzl (54.) völlig
verdient mit 2:0 (1:0) und gab die rote Laterne in der T-Mobile
Bundesliga wieder an SV Ried ab.
Dem Traditionsklub aus Graz droht allerdings am Freitag die
Konkurseröffnung.
Rabihou hechtet zum 1:0
Es könnte im schlimmsten Fall sogar das letzte Oberhausspiel von
Sturm gewesen sein, in dem sich das Führungstor bereits früh
abgezeichnet hatte.
Rabihou gab in der neunten Minute einen ersten Warnschuss ab,
anschließend knallte er einen von Filipovic zurückgelegten Querpass
aus aussichtsreicher Position über das Tor.
Drei Minuten später verwertete der Kameruner dann aber eine
Flanke seines Sturmpartners von rechts mit einem Hechtkopfball zu
seinem vierten Saisontreffer.
Sturm spielerisch stärker
Sturm war dank Salmutter und Filipovic spielerisch die deutlich
bessere Mannschaft, Rapid über die gesamte Spielzeit ideen- und
harmlos.
Erst parierte Rapid-Goalie Payer einen Freistoß von Leitgeb
(25.), nach dem unmittelbar darauf folgenden Eckball klärte Sara
einen Dospel-Kopfball auf der Linie. Bei einem schwächer
ausgefallenen Schuss von Leitgeb hatte Payer keine Mühe (32.).
Rapid war nur bei Schüssen von Jungstar Veli Kavlak ansatzweise
gefährlich (35., 47.).
Rapid läuft ins Leere
Erst nach Seitenwechsel spielten die Hütteldorfer kurz etwas
gefälliger, bis der auf Grund akuter Personalprobleme in die
Sturm-Mannschaft von Franco Foda zurückgekehrte Filipovic mit einem
Traumpass die Vorentscheidung einleitete.
Der Serbe schickte den keine 60 Sekunden davor eingewechselten
Kienzl im Konter auf die Reise, dieser umkurvte den weit
herausgeeilten Payer und brachte den Ball aus über 20 Metern sicher
im leeren Tor unter.
Die Gastgeber kontrollierten in weiterer Folge die Partie,
größere Torszenen blieben aber aus.
Sturm beendet "Heimfluch"
Sturm überholte mit dem fünften Saisonsieg in der Tabelle nicht nur
Rapid und kletterte trotz der drei Minuspunkte auf Grund von
Verfehlungen im Lizenzierungsverfahren auf Platz fünf, sondern
beendete auch seinen "Heimfluch" gegen den Rekordmeister. Seit 16.
März 2002 hatten die Grazer zu Hause nicht mehr gegen die
Hütteldorfer gewonnen.
Peter Pacult kassierte hingegen im fünften Bundesligaspiel seine
erste Niederlage als Rapid-Coach. Die enttäuschenden Wiener warten
seit fast genau einem Jahr (2:0 im Derby gegen die Austria am 22.
Oktober 2005) auf einen Auswärtssieg.
Sonntag:
Puntigamer Sturm - Rapid 2:0 (1:0)
UPC-Arena, 8.138 Zuschauer, SR Schörgenhofer
Torfolge:
1:0 Rabihou (13.)
2:0 Kienzl (54.)
Sturm: Szamotulski - Dospel, Mörec, Verlaat, Gercaliu
(53./Kienzl) - Salmutter, Ledwon, Leitgeb (92./G. Säumel), Sarac -
Filipovic, Rabihou
Rapid: Payer - Plassnegger, Valachovic, Martin Hiden, Sara
(60./Hoffer) - Korkmaz, Hlinka (46./Dollinger), Vorisek, Kavlak -
Kincl, Bilic
Gelbe Karten: Dospel, Leitgeb, Ledwon, Sarac, Filipovic bzw.
Korkmaz, Hiden, Vorisek, Hoffer
Die Besten: Salmutter, Filipovic, Szamotulski bzw. Kavlak, Payer
