MEDIENARCHIV 15.04.07

 
15.04.2007 20:20
Sturm-Boss rechnet fix mit Rückgabe der Punkte
Am Montagnachmittag tagt das Liga-Protestkomitee.
 
Hans Rinner (rechts) will die zehn Punkte, die Trainer Foda und das Team erspielt haben, zurück   Foto: GEPA
Wenig Grund zur Freude hatte Sturm-Präsident Hans Rinner beim 0:2 gegen Salzburg. Toll aufgespielt, das Match dominiert und trotzdem wieder verloren. "Es ist traurig, aber wahr. Dabei kann ich nicht einmal böse sein, denn wir hatten extremes Pech. Salzburg machte aus eineinhalb Chancen zwei Tore", so Rinners Resümee.

  Retour. Erfolgreicher hofft er Montagnachmittag vor dem Protestkomitee der Bundesliga zu sein, wenn es um den Einspruch gegen die zehn Strafpunkte geht. Rinner ist da sogar ausgesprochen optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass wir am Abend zehn Zähler retour haben." Warum, hat der Sturm-Boss auch schnell erklärt: "Wir haben Beweise nachgereicht und können die Vorwürfe der Bundesliga, auf deren Basis uns die zehn Punkte abgezogen wurden, entkräften."

Vorwürfe. Denn laut Rinner stützt sich die Liga darauf, dass der Reorganisationsprüfer vor dem Konkurs einen Liquiditätsengpass nicht gemeldet habe. "Das ist aber sehr wohl passiert und genau das wird der Prüfer auch vor dem Protestkomitee aussagen. Wenn es keine neuen Vorwürfe gibt, müssten uns nach meinem Rechtsverständnis die Punkte zurückerstattet werden", stellt der Präsident klar.

Prinzip. Wobei er einräumt, dass die Sache für Sturm "dank" der Entwicklungen beim GAK nicht mehr existenzbedrohend ist, aber "es geht ums Prinzip". Wobei er aber bei einer für Sturm erneut negativen Entscheidung des Protestkomitees einen Gang zu einem ordentlichen Gericht ausschließt, "aber ligaintern protestieren würde ich sicher". Rinner ist am Montag selbst in Sachen Lizenz in Wien und verspricht: "Wenn das Land am Vormittag wie geplant die 1,2-Millionen-Haftung beschließt, haben wir kein Problem. Dann können wir das Budget zu 100 Prozent belegen."