MEDIENARCHIV 13.04.07

 

Geld fürs Heimatland?

Schachner als Wunschtrainer.
Frank Stronach hat im Fußball sein steirisches Herz entdeckt. In einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" (Samstag-Ausgabe) sagte der Austro-Kanadier und Austria-Mäzen: "Ich könnte mir gut vorstellen, eine Mannschaft in Graz zu unterstützen, wenn zum Beispiel Sturm und GAK fusionieren. Als Steirer muss ich schauen, dass die Steiermark im Fußball gut vertreten ist."
 

Stronach ist aber nur dann dazu bereit, wenn sich auch die Fans der beiden krisengeschüttelten Klubs mit der Idee anfreunden können. Stronach: "Es ist schwierig für mich, weil im Fußball so viele Emotionen dabei sind. Das Wichtigste dabei ist, dass die Fans es wollen."
 

Laut "Österreich" würde mit Walter Schachner, der den GAK 2004 zu seinem einzigen Meistertitel (Sturm war unter Ivica Osim 1998 und 1999 Champion geworden) führte, schon ein möglicher Trainer für einen Grazer Großklub bereitstehen. Stronach und Schachner hätten sich vor kurzem zu informellen Gesprächen getroffen.
 

"Nicht vorstellbar" und "fester Blödsinn"
Für GAK-Präsident Stephan Sticher ist eine mögliche Umsetzung dieser Stronach-Idee "in der gegenwärtigen Situation nicht vorstellbar".
 

Sturm-Chef Hans Rinner findet überhaupt drastische Worte: "fester Blödsinn". Da sei einerseits die insolvente Lage des GAK, dessen Zukunft sehr zweifelhaft sei. Andererseits lebe der Fußball im Wesentlichen von zwei Dingen: "Emotionen und Tradition". Und eins und eins sei auch oft wirtschaftlich nicht zwei, geschweige denn für zwei Fußballklubs, die 105 Jahre (GAK) und 98 Jahre (Sturm) alt sind.