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Franco Foda musste eine neue Mannschaft formen Foto:
GEPA
Sturm Graz hat den Kurs als Ausbildungsverein in der Sommerpause
deutlich zu spüren bekommen. Mit dem weiter vereinslosen
Ex-Kapitän Jürgen Säumel, Klaus Salmutter (LASK), Thomas Krammer
(Austria Wien), Sebastian Prödl (Werder Bremen) und Mark
Prettenthaler (FC Augsburg) verabschiedeten sich fünf
Stammkräfte aus Graz. Den Erfolgslauf der vergangenen
Herbstsaison zu wiederholen scheint für Trainer Franco Foda
deshalb vorerst kein Thema: "Wir haben die halbe Mannschaft
abgegeben. Damit erübrigt sich für uns diese Frage eigentlich".
Für Erfolge bezahlt. In gewisser Weise bezahlte Sturm für
die Erfolge der vergangenen beiden Saisonen. Reichte es 2007
trotz 13 Punkte Abzug immer noch zu Platz sieben, errangen die
"Blackies" in der vergangenen Saison sogar die Winterkrone, ehe
sie im Frühjahr nach teils unglücklich verlorenen Spielen auf
den vierten Rang zurückfielen. Der in- und ausländischen
Konkurrenz blieb die Spielstärke der jungen Sturm-Kicker nicht
verborgen. Doppelt bitter für Sturm: Bis auf Prödl, der um
kolportierte 2,5 Mio. Euro nach Bremen wechselte, ging der Rest
ablösefrei. "Das ist natürlich bitter. Man muss auch sagen, dass
diese kostenlosen Abgänge auf Altlasten zurückzuführen sind",
erklärte Präsident Hans Rinner.
Drei bis sieben. Seine Mannschaft ordnet Rinner zwischen
den Rängen drei und sieben ein. "In der Anfangsphase werden wir
sicher Abstimmungsprobleme haben. Aber in der Gesamtheit sind
wir nicht schlechter als vorige Saison." Der seit Juni 2006
amtierende Foda steht vor der Aufgabe, ein neues,
schlagkräftiges Team zu formen. Neben den Verpflichtungen der
Routiniers Peter Hlinka und Ferdinand Feldhofer, Andreas Hölzl
sowie dem georgischen Linksfuß Ilja Kandelaki soll wieder auf
Jungkicker aus der steirischen Talentschmiede gebaut werden.
"Der eine oder andere junge Spieler hat noch Zeit. Aber wir
werden versuchen, die Jungen wieder vermehrt zum Einsatz kommen
zu lassen", stellte Foda klar. Die Vorbereitung - Sturm
absolvierte ein Trainingslager in Stainach - sei "gut"
verlaufen, auch wenn der Wunsch nach einem zusätzlichen Stürmer
nicht erfüllt werden konnte.
Hörmann. Die briefliche Kündigung von Sportdirektor
Walter Hörmann sorgte im Sommer für einen weiteren unliebsamen
Zwischenton. Unstimmigkeiten mit Rinner in Budget- und
Transferfragen sollen ausschlaggebend gewesen sein. Einer
Überlegung von Rinner, Foda nach englischem Vorbild als Manager
zu installieren, stößt beim Trainer nicht grundlegend auf
Ablehnung, auch wenn er vorerst abwartet: "Es ist noch nicht
detailliert darüber gesprochen worden".
UI-Cup. Bis zum Liga-Auftakt daheim gegen Meister Rapid
am kommenden Dienstag steht für die Grazer noch der Auftritt in
der 2. Runde des UI-Cup gegen Schachtjor Soligorsk am Samstag in
der UPC-Arena an. "Sicher wollen wir gewinnen, aber das Spiel
gegen Rapid ist wichtiger. Ein guter Auftakt wäre sehr viel
wert", so Foda. Rinner ist in dieser Hinsicht zielgerichteter:
"Wenn man für den UI-Cup meldet, dann hat man auch das Ziel, in
die UEFA-Cup-Hauptrunde einzuziehen". In der Partie gegen
Soligorsk muss Sturm auf den verletzten Torhüter Gratzei sowie
Verteidiger Lamotte verzichten. Oldie Josef Schicklgruber wird
deshalb wie auch gegen die Grün-Weißen im Tor stehen. |